Die Lage ist ernst: Nach dem aktuellen Niedrigwasser-Lagebericht des Bayerischen Landesamts für Umwelt weisen 81 Prozent der oberflächennahen Grundwassermessstellen und 74 Prozent der tieferen Grundwassermessstellen in Bayern niedrige Wasserstände auf. Der Trend über die letzten Jahre zeigt die negative Entwicklung.
81 % der Messstellen in Bayern haben niedrige Grundwasserstände. Das hatten wir noch nie. Und in unserer Region ist es besonders trocken. In den letzten 5 Monaten sind im Landkreis Ansbach gerade einmal 120 Liter Regen gefallen. Diese Menge sollte es in 2 Monaten regnen. In Wassertrüdingen weisst die Grundwassermesstelle einen neuen negativen Rekord auf. Und auch andere Messstellen im Landkreis sind sehr niedrig. Vor diesem Hintergrund ist es aus meiner Sicht nicht mehr akzeptabel, dass wir im Landkreis Ansbach 10 Trinkwassergewinnungsanlagen geschlossen haben. In Greiselbach wurde ein sehr guter Brunnen geschlossen, weil der Kommune die Kosten für die Kontrolle zu hoch waren. Ich hatte mich hier 2018 vergebens für den Erhalt eingesetzt. In Flachslanden wurde ein Brunnen geschlossen, da er zu hohe Pestizid-Rückstände aufwies. Bei vielen Brunnen waren es Nitratprobleme. Und hier nimmt die Belastung unserer Brunnen immer weiter zu anstatt abzunehmen Schon in den Jahren 2018 bis 2020 lagen an 42 Messstellen die Überschreitungen mit durchschnittlich 59,1 mg/l deutlich zu hoch. Drei Jahre später überschritten bereits 98 Messstellen den Grenzwert von 37,5 mg/l – mit im Schnitt sogar 68,6 mg/l. Das bedeutet eine Verschlechterung um rund 16 Prozent in nur drei Jahren, wie meine letzten Anfragen an das Umweltministerium ergaben.
Die Staatsregierung hat auf meine aktuelle Nachfrage zu Maßnahmen den Ball an die Kommunen weitergereicht. Die Kommunen sind zuständig und müssen die Wasserversorgung sicherstellen, so die Staatsregierung. Da macht es sich die Staatsregierung schon sehr einfach!
Die Staatsregierung muss endlich handeln. Wir brauchen einen besseren Schutz unserer Trinwasserbrunnen, mehr Wasserschutzgebiete und eine Kampagne für sparsameren Umgang mit Wasser. Kein Brunnen darf mehr geschlossen werden und alte Brunnen sollen wieder in Betrieb genommen werden. Aus den wenigen bestehenden Brunnen im Landkreis können wir nicht noch mehr Wasser entnehmen. Die angespannte Lage zeigt der Ellenbach bei Königshofen. Er wäre komplett trocken ohne Wasserzuleitung der Reckenberg-Gruppe, die einen relevanten Anteil des gewonnenen Wassers in den Bach leitet. Und auch der Donau-Raum, woher wir den Großteil unseres Wassers beziehen hat dieses Jahr so niedrige Grundwasserstände wie noch nie. Mit meiner Fraktion habe ich deshalb einen 10 Punkte-Plan für einen besseren Wasserschutz erarbeitet
Antwort auf meine Anfrage | Brief an Umweltminister
Das könnte sie ach interessieren




