Fakten gegen Fake

Auf dieser Seite veröffentliche ich in regelmäßigen Abständen Fakten, die falsche Aussagen zum Thema Energie und Klima richtigstellen.

Senden Sie mir Ihren Fakten-Check!

Gerne veröffentliche ich auch Ihren Beitrag auf meiner Seite. Wenn Sie mir Ihre Zustimmung geben, dann auch in Ihrem Namen.

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Bayerisches Klimaschutzgesetz

Im November 2020 wurde im Landtag das Bayerische Klimaschutzgesetz verabschiedet. Von CSU und FW gepriesen, um das Ziel die Klimaneutralität Bayerns bis spätestens 2050 zu erreichen. Tatsächlich ist es das Schwächste aller deutschen Landesgesetze zum Klimaschutz. Es gab wohl kaum ein Gesetz, das so in der Luft zerrissen wurde – von fast allen Verbänden und Experten

Wir haben jetzt ein Klimagesetz, welches es nicht verdient Gesetz genannt zu werden – denn ein Gesetz ist eine Sammlung verbindlicher Regelung. Das Bayerische Klimaschutzgesetz jedoch ist genau das Gegenteil von Verbindlich. Es ist eine Sammlung von Kann und Solls, ein Klimaempfehlungsschreiben, mehr nicht. Das vorliegende Klimaschutzgesetz ist eine Ohrfeige für die Jugend, für uns alle in Bayern.

Fake: Das Bayerische Klimaschutzgesetz ist ein verbindlicher Handlungs- und Umsetzungsrahmen für das bayerische Klimaschutzprogramm.

Fakt: Das Bayerische Klimaschutzgesetz ist wirkungslos für den Klimaschutz. Es fehlen verbindliche Regelungen, konkrete Klimaziele und ein Monitoring zur Überprüfung.

→ Mehr dazu
→ Meine Rede dazu im Plenum des Bayerischen Landtags
→ unser GRÜNER Gesetzentwurf: Klimaschutz für Bayern 
→ Chronologie Bayerisches Klimaschutzgesetz

→ Als pdf-Version laden


Infraschall

Von Windkraftgegnern werden gerne die Forschungsergebnisse von Prof. Vahl als Beleg für die Gefährlichkeit von Infraschall angeführt. In seinen Versuchen an isolierten Herzmuskelzellen hat dieser bei Schalldrücken über 100dB Effekte festgestellt. Diskutiert wird ein Infraschallgrenzwert von 80dB. Für Windenergieanlagen wäre dieser Grenzwert unproblematisch - für die Autohersteller jedoch eine Katastrophe. Bereits mit 5 Minuten Autobahnfahrt bei moderater Geschwindigkeit liegt die Infraschall-Tagesbelastung bei 80.4 dB.

Die Uni Bayreuth hat die Intensität des Infraschalls bei einer Autofahrt mit einem Ford Fokus Turnier TDCi (Dieselmotor 116PS, Bj 2011) mit der eines Windrads in Harsdorf verglichen.  Bei einer Fahrt von 3,5 Stunden wurden die Insassen dabei einer Infraschallenergie ausgesetzt die 10.000 Tagen (über 27 Jahre!) Aufenthalt im 300m Abstand zu dem Windrad entsprechen.

Fake: Windenergieanlagen haben enorme, negative Auswirkungen auf die Gesundheit aufgrund des entstandenen Infraschalls.

Fakt: Infraschall ist nicht gleich Infraschall. Ganz entscheidend sind Frequenz und Schalldruck. Bei Windenergieanlagen werden die Grenzwerte für Infraschall leicht eingehalten, sie können dagegen im PKW-Innenraum erheblich höher sein.


→ Siehe dazu auch: https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/forschung/gru/html.php?id_obj=157452

* Anmerkung: Für alle, die Angst vor Infraschall haben, empfiehlt die Studie der Uni Bayreuth  ein Elektroauto zu fahren.


Macht ein halbes Grad Erderwärmung einen Unterschied? 

In der Debatte um die Klimakrise hört man des Öfteren, dass ein halbes Grad Erderwärmung doch nicht so dramatisch sei. Im IPCC-Sonderbericht, welcher als Grundlage für politische Entscheidungsträger relevante Studien zusammenfasst, werden verschiedene Szenarien bei 2°C als auch bei 1,5°C Erwärmung beschrieben. Demnach sind die Auswirkungen erheblich und dramatisch.

Fake: Auf ein halbes Grad mehr oder weniger kommt es bei der Klimaerwärmung doch nicht an. 

Fakt: Bei der Bekämpfung der Erdüberhitzung kommt es auf jedes zehntel Grad an! Eine Begrenzung des Temperaturanstiegs auf 1,5 °C würde der Erde unumkehrbare, massive negative Folgen des Klimawandels ersparen.

→ mehr darüber


Wie gefährlich sind Brände bei Elektroautos

In den sozialen Medien werden oftmals Gerüchte und Falschinformationen bezüglich der Brandgefahr von E-Autos verbreitet. Die AFD suggeriert in einer Anfrage an die Bayerische Staatsregierung sogar, dass bei Bränden von E-Fahrzeugen ein Katastrophenfall ausgerufen wird. Das ist allerdings definitiv nicht der Fall wie aus der Antwort hervorgeht. 

Der ADAC weist in einem Faktencheck des BRs darauf hin, dass die häufigste Ursache für Autobrände der Austritt von Kraftstoff oder Öl ist. 

Auch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Elektro-Auto aufgrund eines technischen Defekts parkend in der Garage oder im Freien Feuer fängt ist nicht höher als bei einem herkömmlichen Verbrenner. 
 
Fake: Elektroautos beginnen ohne Grund zum brennen und diese Brände verlaufen heftiger als bei Kraftstofffahrzeugen. 
 
Fakt: E-Fahrzeuge brennen weder häufiger noch heftiger als herkömmliche Verbrenner. Im Gegenteil: Kraftstoffantriebe können in manchen Fällen sogar stärkere Brände auslösen.
 

→ mehr darüber im #Faktenfuchs- Artikel des Bayerischen Rundfunks


Verschwörungsideologien in Corona-Zeiten

Krisen und unsichere Zeiten erleichtern die Verbreitung von Fake News und kruden Verschwörungsideologien. Online werden Mythen verbreitet und bringen eine zum Teil diffuse Mischung von unterschiedlichen Akteur*innen zusammen.

Rechtsextremist*innen, Antisemit*innen und Rassist*innen versuchen aus der Verunsicherung Profit zu ziehen, setzen aktiv auf Spaltung und Verhetzung und haben Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen gekapert, zu einem großen Teil selbst organisiert.

Jede*r, der mit den staatlichen Maßnahmen nicht einverstanden ist, sollte sich überlegen, ob die sogenannten Hygiene-Demos der richtige Ort sind, um Unmut kundzutun. Kritik und eine andere Strategie zur Bekämpfung der Pandemie einzufordern, ist völlig legitim. Es ist allerdings höchst problematisch, wenn man sich dabei mit Verschwörungsideologen und Rechtsextremen zusammentut.

Fake: Hinter der Corona-Pandemie steckt eine politisch motivierte Verschwörung: 5G-Sendemasten können das Virus übertragen, Bill Gates ist der Drahtzieher,  verborgene Mächte streben eine Weltregierung an.

Fakt: Gegen die Corona-Pandemie braucht es Solidarität, nicht Spaltung, Wissenschaft statt Mythos; Freiheitsrechte sichert man durch demokratische Beteiligung und Transparenz und Debatten, nicht durch das Paktieren mit Rechtsextremisten, die Grundrechte abschaffen wollen.

→  mehr darüber

→ Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung „Wissen, was wirklich gespielt wird ...“


Solarparks und Biodiversität

Neben Windenergieanlagen geraten auch geplante Solarparks ins Visier von Gegnern, die diese Anlage verhindern wollen. Dabei wird oft damit argumentiert, dass die Fläche der Landwirtschaft entzogen und damit der Natur verloren ginge. 

Es zeigt sich jedoch, dass Solar-Parks - neben dem Klimaschutzbeitrag durch die Erzeugung Erneuerbarer Energien - gleichzeitig zu einer Flächenaufwertung im Sinne der Erhaltung der biologischen Vielfalt führen. Erreicht wird das durch die extensive Nutzung oder Pflege des Grünlandes in den Reihenzwischenräumen. Dies unterscheidet diese Standorte deutlich von intensiv landwirtschaftlich genutzten Standorten oder Standorten zur Energiegewinnung aus Biomasse. 

Fake: Solarparks vernichten Flächen und den Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Fakt: Solarparks können dazu beitragen, den Lebensraum von Pflanzen und Tieren zu erhalten.

→  mehr darüber in der Studie „Solarparks – Gewinne für die Biodiversität“ des Bundesverbands der Energiewirtschaft e.V.


Lithiumbatterien – nachhaltiger als Alternativen

Lithiumbatterien sind beim Thema E-Mobilität immer wieder in der Kritik. Lithium wird allerdingslediglich lediglich zu 37% zur Herstellung von aufladbaren Batterien verwendet. Darunter fallen neben Batterien für E-Autos, Hybridfahrzeuge und E-Bikes auch solche für Smartphones, Laptops, Tablets oder Smartwatches (Quelle).

Es ist wahr, dass beim Abbau von Lithium viel Wasser verbraucht wird. Für die Lithiumproduktion aus Verdunstung wird oft ein Wert von 2000 Litern pro kg Lithium angegeben (Quelle). Lithiumproduktionen aus Bergbau, auf den die deutsche Autoindustrie laut eigenen Angaben zurückgreifen will, verbrauchen allerdings weniger Wasser.

Doch sollte dieser Wasserverbrauch auch in Relation zur den Alternativen gesehen werden: Der Wasserverbrauch zur Extraktion von Erdöl wird mit 1l für 2l Öl angegeben (laut BP). Bei einem PKW mit 13727 Kilometern Fahrstrecke pro Jahr, bei einem Verbrauch von 7,4 Litern/100 km, macht das etwa 2000 l Wasser pro Jahr.

Nach Maximilian Fichtner, Direktor am Helmholz-Institut, wird für das Lithium eines Akkus mit einer Kapazität von 64 Kilowattstunden (kWh) 3840 l Wasser verdunstet. Das entspricht dem Wasserverbrauch bei der Produktion von 250 Gramm Rindfleisch, zehn Avocados, 30 Tassen Kaffee oder einer halben Jeans (Quelle).

Zudem gelangen jedes Jahr 150 000 Tonnen Erdöl allein ins Mittelmeer und verpesten dabei Billionen Liter Wasser. 

Trotzdem lohnt es sich bei den Autokonzernen darauf zu pochen, bei der Produktion von Batterien auf Umwelt- und Sozialstandards und auf Recycling der Batterien zu setzen und weiter in die Forschung für neue Generationen an Batterien zu investieren. 

Fake: Für die Lithiumproduktion wird soviel Wasser verbraucht, dass ein Benzinmotor wesentlich weniger belastend für die Umwelt ist.

Fakt: E-Fahrzeuge mit Lithiumbatterien sind langfristig wesentlich weniger belastend für die Umwelt als Fahrzeuge, die auf Erdölbasis betrieben werden. 

→  mehr über den Faktencheck 

→  Bericht im Tagesspiegel


CO2-Ersparnis: Windrad und Wald im Vergleich

Ist eine Abholzung für neue Windräder vertretbar? Oder macht ein Windrad im Wald mehr kaputt als es durch seine Stromerzeugung wieder gut macht? Das Umweltbundesamt (UBA) hat für 2017 ausgerechnet, dass durch die Stromerzeugung aus Windenergie in Deutschland rund 606 Gramm CO2 pro Kilowattstunde eingespart werden und jedes Jahr durch ein einziges Windrad rund 1.261 Tonnen Kohlenstoffdioxid vermieden werden – 74 mal mehr als ein Hektar Wald aufnehmen kann. Für die Berechnungen nutzt das UBA ein Standard-Windrad mit einer Leistung von 1,3 Megawatt als Referenz und bezieht auch den CO2-Ausstoß bei der Herstellung mit ein *. 

74 Hektar Wald binden die gleiche Menge an eingespartem CO2 wie ein einziges Windrad. Der Flächenbedarf für ein Standard-Windrad beträgt nur etwa 4.000 Quadratmeter (0,4 Hektar).

*Dieser Wert bezieht sich auf Windräder an Land (On-Shore). Größere Anlagen mit mehr Leistung vermeiden entsprechend mehr (neueste Anlagen haben mehr als 4 Megawatt Leistung).

 → Mehr darüber im Faktencheck des mdr

Fake: Der abgehackte Wald hätte übrigens mehr CO2 aufgenommen, als durch die Windräder eingespart wird.

Fakt: Standard-Windräder mit einer Leistung von 1,3 Megawatt können 185 mal soviel CO2 einsparen wie ein Wald auf gleicher Fläche speichern kann.Durch eine kluge Standortwahl (am Wegrand, auf Flächen mit wenig Bestockung…), können Windräder im Wald einen sehr hohen Klimabeitrag leisten und die eigentliche Bedrohung unserer Wälder, die Erdüberhitzung, wirksam reduzieren.


Geschäftsmodell Klimaleugnung

Das Netzwerk Correctiv zeigt, wie die US-Organisation Heartland Klima-Propaganda verbreitet. Verbindungen reichen bis nach Deutschland.

Recherchiert wurde wie die Netzwerke von Klimawandelleugnern organisiert sind, speziell, wie sich die US-amerikanische Lobbyorganisation Heartland finanziert, strategisch Desinformationen verbreitet und auch in Deutschland ihre Finger im Spiel hat. Es gibt Verbindungen zu dem ebenfalls als Klimaleugner-Verein bekannten deutschen Eike-Institut bis hin in den Deutschen Bundestag zur AfD.

Mehr dazu:


Dual-Fluid-Reaktor - kein Wunderkind der Atomenergie

Er findet mediales Interesse, ein angeblich absolut sicherer Atomreaktor; sogar einer der Atommüll beseitigen soll.

Diese Technologie wurde von einem privaten Institut für Festkörperphysik in Berlin-Wilmersdorf „entwickelt“. Nach eigenen Angaben besteht der Reaktor bisher nur aus „Computerdateien und Papier“. Die neuesten Veröffentlichungen dieses Instituts sind aus dem Jahr 2015. Das Institut hat laut eigener Auskunft vier Mitarbeiter.

Laut eigener Aussage ist man derzeit beim „Design“ der Anlage, das aber niemand fördern will. Ob die Technik funktioniert weiß auch niemand. Detailliertere Erklärungen der Anlage sind nicht zu finden, welche Energieausbeute, welche Kosten, alles ungelöste Fragen. 

Stattdessen werden einfach Behauptungen aufgestellt. Diese wird v.a. von Gruppierungen aufgegriffen, die Interesse haben Klimaschutzmaßnahmen zu verhindern. Und natürlich nutzt dies auch die AfD, um damit Menschen einzufangen, die Angst vor den notwendigen Veränderungen haben.

Am Ausbau der Erneuerbaren Energien geht kein Weg vorbei. Das ist die Investition in unsere Zukunft!

Meine ausführliche Stellungnahme finden Sie hier

Fake: Der Dual-Fluid-Reaktor ist ein absolut sicherer Atomreaktor; sogar einer der Atommüll verbrennen kann. 

Fakt: Der Dual-Fluid-Reaktor besteht nur aus Ideen auf dem Papier einer Firma mit 4 Mitarbeitern. Es gibt keinen Prototyp. Ob die Technik funktioniert weiß niemand. Investoren gibt es nicht. Wird als Ablenkungsmanöver gegen den notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Energien eingesetzt. 


Spielt Deutschland beim Klimaschutz eine Rolle?

Deutschland ist für 2,1% des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich. Das klingt zunächst einmal nach wenig. Bei genauerer Betrachtung ergibt sich ein anderes Bild: Mit einem Anteil an der Weltbevölkerung von 1% liegt Deutschland im weltweiten Vergleich der CO2-Emissionen pro Kopf auf Platz 6. Deutschland hat einen großen Einfluss. Es hat den Weltschlager EEG erfunden und in 170 Länder exportiert. Deutschland kann Vorreiter sein, wenn es zeigt, wie Energiewende funktioniert. Während EU-Länder, Japan und die USA ihre Inlandsemissionen reduzieren, legen insbesondere China, Indien, Brasilien und andere Länder im Globalen Süden zu. Das liegt aber vor allem auch daran, dass immer mehr westliche Produktionsstätten und somit auch die Treibhausgasemissionen dorthin verlagert werden. 

Deutschland trägt mit einem von Kohlekraftwerken geprägtem Kraftwerkspark und einem Verkehrssektor, der seit Jahren keine Erfolge in Sachen Klima- oder Gesundheitsschutz vorweisen kann, eine enorme Verantwortung in Sachen Klimaschutz. Die menschlich verursachten CO2-Emissionen steigen leider weiter an. Sowohl weltweit als auch in Deutschland. Der Klimabericht der Bundesregierung vom November 2019 bestätigt, dass sich Deutschland bereits um 1,5 Grad erwärmt hat. Wenn die Weltbevölkerung so weiterlebt wie aktuell, droht die Temperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um 3,4 bis 3,9 Grad zu steigen - was unbedingt verhidnert werden muss.

Fake: Deutschland ist für nur für 2,1 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich – da sollten also erst mal die anderen Länder etwas für den Klimaschutz tun.​​​​​

Fakt: Deutschland ist für 2,1 Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich - hat aber eine der höchsten Emissionen pro Kopf. Dabei wurden die "importierten" CO2-Emissionen nicht berücksichtigt. Deutschland kann Vorreiter sein, wenn wir zeigen wie Energiewende funktioniert.


Erdgas ist nicht zukunftstauglich

Die Energy Watch Group stellte jüngst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Zukunftstauglichkeit von Erdgas vor. Das zentrale Ergebnis entlarvt das vielfach verbreitete Bild von Erdgas als klimaschonende Brückentechnologie: Durch alarmierende Methanemissionen würde die Umstellung von Kohleverstromung und Ölheizung auf Erdgas den Treibhauseffekt der Energieversorgung um rund 40% erhöhen.

Um ein zukunftsfähiges Energiesystem aufzubauen, muss daher die sofortige Abschaffung aller Subventionen für fossile Energieträger und eine flächendeckende Einführung emissionsfreier, erneuerbarer Technologien verwendet werden. 

→ Hier zur Studie

Fake: Erdgas ist eine klimaschonende Brückentechnologie

Fakt: Erdgas leistet keinen Beitrag zum Klimaschutz, sondern verursacht stattdessen eine zusätzliche Beschleunigung des Klimawandels durch alarmierend hohe Methanemissionen.


Elektrofahrzeuge im Vergleich zu Wasserstoffautos

Batterie-Elektrofahrzeuge werden immer wieder im Vergleich zu Verbrennern und Wasserstoffautos negativ eingestuft. Solche Negativ-Studien werden von ÖAMTC, ADAC, Fraunhofer ISE und IFO verbreitet. Die TU Eindhoven widerlegt diese Studien und beschreibt „Top-6 Fehler". Der erste Fehler ist demnach, dass viele Studien nicht berücksichtigen, dass moderne Batterien nicht nur Ladzyklen für 150.000, sondern 500.000 Kilometer ohne Probleme leisten. Moderne Batterien sind noch viel besser.  

Bei etlichen Vergleichen mit Wasserstoffautos wird auch davon ausgegangen, dass dieser aus dem saubersten Strom hergestellt wird, während Elektroautos die Batterien mit schmutzigem Strom aufladen. Das ist ein Äpfel-Birnen-Vergleich.

→ Mehr darüber

 Vergleich der lebenslangen Treibhausgasemissionen von Elektroautos mit den Emissionen von Fahrzeugen mit Benzin- oder Dieselmotoren - Eindhoven University of Technology​​​​​​​
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→ Siehe dazu auch ein Bericht der Zeitschrift "Spiegel" vom August 2020


​​​​​​​Fake: Wasserstoffautos und sogar herkömmliche Verbrenner schneiden in der Ökobilanz besser ab als Elektroautos. 

Fakt: Elektrofahrzeuge sind viel besser für die Umwelt als mit Verbrennungsmotoren betriebene. Sie sind auch den Wasserstoff-Autos überlegen. Sie verbrauchen nur etwa ein Viertel an Energie herkömmlicher Fahrzeuge und haben die geringsten Wartungskosten.


Klimawandel von Menschen verursacht

Dass der Klimawandel von Menschen verursacht wird, ist in der Fachwelt unbestritten. Eine Metastudie untersuchte über 54.000 wissenschaftliche Artikel. Sie ergab, dass von 1991 bis 2015 99,94% der Veröffentlichungen den menschengemachten Klimawandel bejahen. Eine frühere Studie Powells, die sich auf den Zeitraum 2013 und 2014 bezogen hat, zeigt dieselbe Tendenz: hier stehen nur vier von 69.406 Verfassern (0,0058 Prozent) dem menschengemachten Klimawandel kritisch gegenüber. Darauf verweist auch die Bundesregierung in einer Antwort (19/12631) auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion (19/12228). Demnach bejahten "im Durchschnitt 99,94 Prozent den menschengemachten Klimawandel". Nach diesen Erkenntnissen hält die Bundesregierung „gravierende Klimaschutzmaßnahmen für dringend erforderlich“.

⇒ hier zur Pressemeldung des Deutschen Bundestages 

Fake: Ob der Klimawandel vom Menschen verursacht ist, ist in der Wissenschaft umstritten. Es gibt diesbezüglich nachweislich stark abweichende Ergebnisse.

Fakt: Dass der Klimawandel von Menschen verursacht wird, ist in der Fachwelt unbestritten.  99,94 Prozent der wissenschaftlichen Studien halten den Klimawandel als menschengemacht.


SUV-Fahrer und ihr Wahlverhalten

Die Grünen bekommen in Umfragen immer bessere Werte, die Zahl der SUV auf deutschen Straßen steigt stetig. Aber besteht hier ein kausaler Zusammenhang? Denn oft wird behauptet die SUV-Fahrer*innen würden ihr Gewissen beruhigen und Grün wählen. Falsch – wie eine repräsentative SPON-Umfrage (Spiegel-Umfrage) vom 28.6.19 zeigt. Dort wird von einem „politischem Zerrbild gesprochen“.

SUV-Fahrer*innen wählen eher konservativ – Fahrradfahrer*innen wählen eher Grün, um es vereinfacht auszudrücken. 

⇒ Mehr darüber in einem Bericht von Spiegel ONLINE

Fake: Grün wählen – SUV fahren

Fakt: Grün-Wähler*innen fahren überdurchschnittlich oft Fahrrad und unterdurchschnittlich SUV


Korrelation falsch interpretiert: Windenergie nicht verantwortlich für Insektensterben

In den vergangenen Wochen wurde in den Medien des Öfteren die Aussage diskutiert, dass der Ausbau von Windkraftanlagen, mit dem Rückgang von Insekten zusammenhängen soll[1]. Diese Aussage wurde insbesondere von verschiedenen bayerischen (Afd-) Politikern, sowie etlichen Landwirtschaftsvertretern[2]geteilt. Dabei wurde meist auf eine Studie des „Deutschen Institutes für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) von Dr. Franz Trieb verwiesen. Auf Basis von fragwürdigen Hochrechnungen und theoretischen Annahmen kommt Trieb dabei zu dem Schluss, dass 1.200 Tonnen Insekten pro Jahr durch Windanlagen getötet werden. 

Die Ergebnisse dieser Studie sind falsch. So kritisiert sowohl der „Bundesverband der Windenergie“ als auch das „Bundesamt für Naturschutz“ (BfN) die methodische Vorgehensweise Dr. Franz Trieb. So heißt es in einem Faktenpapier des BfNs: „Die vom Autor zitierten Quellen zum Insektenrückgang, zum Ausbau der Windenergie, Fotos von kollidierten Insekten an Rotorblättern bzw. Stromertragsverlusten durch Rotorblattverschmutzung sind kein Beleg für einen kausalen Zusammenhang“[3]. Zu den Hauptursachen für den Insektenschwund sind laut BfN Flächen- und Lebensraumverluste, welche beispielsweise durch Intensivierung der Landwirtschaft und einen erhöhten Einsatz von Pestiziden entstehen. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Metastudie von Sánchez-Bayo und Wyckhuys, 2019, welche 73 internationale Studien bezüglich des Rückgangs von Insekten untersucht[4].

Fake: Windenergieanlagen sind für Insektenschwund verantwortlich

Fakt: Schuld am Insektensterben sind Lebensraumentzug, Intensivierung der Landwirtschaft und zunehmend der Klimawandel

► hier auch als pfd


Schadstoff-Grenzwerte bei Dieselfahrzeugen

Der Arzt Dieter Köhler sorgte im Januar 2019 für große mediale Aufregung. Er veröffentlichte ein Schreiben, in dem er die in europäischen Innenstädten geltenden Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub als falsch und viel zu hoch kritisierte. 107 Lungenärzte hatten das Schreiben unterzeichnet.

Wie sich herausstellte, Köhler sind gleich mehrere eklatante Rechenfehler unterlaufen. So gravierend, dass er teilweise das Gegenteil dessen beweist, was er aussagen wollte.

Fake: Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub bei Dieselfahrzeugen sind falsch und viel zu hoch 

Fakt: Die geltenden Grenzwertempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO beruhen auf den gesamten weltweit verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit.

→ mehr dazu


Lohnt sich die Windenergie auf dem Land?

In den letzten Jahren wurden für durchschnittliche Windstandorte spezielle Schwachwindanlagen entwickelt. Diese haben eine Ausbeute von 10 Millionen Kilowattstunden pro Anlage und Jahr bei durchschnittlichem Wind. Durch eine hohe Nabenhöhe steigt die Effizienz von Windkraftanlagen, da der Wind in der Höhe stärker und auch konsistenter weht. So kann auch im Binnenland die Windenergie gut genutzt werden. Tatsächlich hat Brandenburg schon 2011 mehr Strom aus Wind erzeugt als Schleswig-Holstein. Das größte ungenutzte Potenzial für Wind liegt aber bei uns in Bayern. 

Fake: Windkraft lohnt sich nur an der Küste.

Fakt: Moderne Windenergieanlagen erreichen auch im Binnenland eine sehr hohe Auslastung.

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