PRESSEMITTEILUNG
Vor vier Jahren am 11. März 2011 ereignete sich im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ein Super-GAU. Nach einem Erdbeben und einer riesigen Tsunami-Welle kam es in gleich drei Reaktorblöcken zur Kernschmelze. Große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt und verseuchten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel - mit zum Teil unabschätzbaren, langfristigen Folgen. Zehntausende Menschen mussten ihre Heimat verlassen und werden wohl nie zurückkehren können.
Vier Jahre nach der Nuklearkatastrophe will die Landtagsfraktion bayernweit mit einer Plakataktion erneut auf dieses folgenschwerste Atomunglück seit Tschernobyl 1986 aufmerksam machen und daran erinnern, warum der Atomausstieg und eine erfolgreiche Wende zu den sauberen Energien das Wichtigste sind, was die Politik umsetzen muss. "Wir fordern eine schnellere Abschaltung der Atomkraftwerke in Bayern, nur so können die bestehenden und teils hochmodernen Gaskraftwerke sich wieder am Markt betätigen." so Martin Stümpfig Sprecher für Energie und Klimaschutz der grünen Fraktion im Bayerischen Landtag.
Ende Mai wird das älteste deutsche noch in Betrieb befindliche Atomkraftwerk Grafenrheinfeld (Unterfranken) endlich stillgelegt. Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld soll am 31. Mai 2015 vom Netz gehen. So hat es zumindest der Betreiber EON Kernkraft im vergangenen Jahr offiziell angekündigt. Mit der Stilllegung des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld sinkt das atomare Risiko in Bayern wenigstens um ein Viertel. Bayern ist immer noch Deutschlands Atomland Nr. 1, von den neun noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerken stehen alleine vier im Freistaat: die beiden Siedewasserreaktoren in Gundremmingen, Isar 2 bei Landshut und eben Grafenrheinfeld.
Die Energiewende findet vor Ort statt. Sie ist geprägt von einer dezentralen Struktur und einem breiten Engagement unzähliger Bürgerinnen und Bürger. "Wir müssen den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien in Bayern mit Photovoltaik und Windkraft ausbauen und verstärkt vorantreiben, nur so gelingt die Energiewende" so Martin Stümpfig.




