Ungezügelten Flächenverbrauch stoppen – auch bei uns im Landkreis Ansbach

Der anhaltend hohe Flächenverbrauch in Bayern zeigt, das Setzen auf rein freiwillige Maßnahmen ist komplett gescheitert. Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern daher mit einer Gesetzesinitiative eine verbindliche Höchstgrenze.

Sparsam mit der Fläche umgehen - Fläche und Boden wachsen schließlich nicht nach ©eigene Aufnahme bei Burgoberbach

Pressemitteilung: Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern mit einer Gesetzesinitiative eine verbindliche Höchstgrenze beim Flächenverbrauch. Martin Stümpfig, MdL: „Das ist bitter nötig – Fläche und Boden wachsen schließlich nicht nach.“

(Feuchtwangen 24.04.2023). Bayern wird rücksichtlos betoniert, asphaltiert und zugebaut – noch immer. Die Folgen der ausufernden Flächenversiegelung sind massiv: Fruchtbare Böden und Naturräume werden zerstört, die Biodiversität verarmt, Hochwasserereignisse nehmen zu und die Grundwasserpegel sinken. „Wir müssen diesen ungezügelten Flächenfraß stoppen – auch bei uns im Landkreis Ansbach“, erklärt Martin Stümpfig. Meine Fraktion bringt daher am Mittwoch (26. April) einen Gesetzentwurf in die Erste Lesung im Plenum ein und fordert erneut eine verbindliche Höchstgrenze beim Verbrauch von Flächen.

Martin Stümpfig: „Allein in den Jahren 2018 bis 2021 hat die Söder-Regierung dabei zugesehen, wie 4770 Hektar Boden mit Industrie- und Gewerbegebieten überbaut wurde. Eine Fläche von 6681 Fußballfeldern – größer als der Ammersee!“ Ein Ende ist weiterhin nicht in Sicht. „Auch bei uns ist dieser Raubbau an der Natur deutlich zu sehen. Der Landkreis Ansbach ist in Bayern trauriger Spitzenreiter. Jeden Tag wurden in den letzten fünf Jahren im Mittel 3350 m2 Flächen verbraucht (s. Monitor* unten). Gewerbegebiete , Speditionshallen, neue Baugebiete und Umgehungsstraßen.

Hier brauchen wir endlich eine Umkehr in der Denke. Gewerbegebiete, Verkehrsprojekte, Wohnbauflächen müssen viel intensiver auf ihre tatsächliche Notwendigkeit geprüft und Alternativen gesucht werden. Überholte Planungen mit einem enormen Flächenverbrauch dürfen nicht mehr realisiert werden“, so Stümpfig

Mit dem neuen Gesetzentwurf sollen schrittweise bis 2028 täglich nur noch fünf Hektar der bislang ungenutzten Fläche in Anspruch genommen werden dürfen. „Dieser Zielwert ermöglicht auf der einen Seite den Schutz der Natur und Kulturlandschaft und garantiert auf der anderen Seite die weitere wirtschaftliche Entwicklung Bayerns. Das ist bitter nötig – Fläche und Boden wachsen schließlich nicht nach“, sagt Martin Stümpfig. Neben intelligenter Bauplanung soll ein Handelssystem für Flächenzertifikate den Kommunen helfen, die Flächenziele zu erreichen. Damit könnte Bayern Vorreiter in Deutschland werden. Wie notwendig eine solche Begrenzung ist, verdeutlicht auch die Entwicklung der Einwohnerzahl gegenüber dem Flächenverbrauch: Zwischen 1980 und 2019 nahmen die Siedlungs- und Verkehrsflächen laut Bayerischem Umweltministerium um mehr als 50 Prozent zu. Die Bevölkerung hingegen wuchs nur um rund 20 Prozent.

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