Sofortprogramm für günstigen Windstrom in Bayern

Bayern hat viele gute Windkraftprojekte in der Pipeline – doch zu kleine Ausschreibungsmengen bremsen den Ausbau aus. Wir brauchen jetzt eine Sonderausschreibung „Süd“!

Windräder in Landschaft
Bildquelle: Eigene Aufnahme; Zwei Windräder in Landschaft

Viele Projekte – zu wenig Zuschläge

Die Windkraft in Bayern kommt nur schleppend voran durch zu kleinen Ausschreibungsmengen. Zwischen Januar und November 2025 haben die bayerischen Behörden 171 neue Windräder genehmigt, gleichzeitig wurden 774 weitere Anlagen zur Genehmigung eingereicht. Für diese Projekte wurden bereits hohe sechsstellige Beiträge in Planung, Gutachten und Verfahren investiert. Trotzdem gingen in der letzten Ausschreibung der Bundesnetzagentur von 551 Windrädern mit Zuschlag nur 26 nach Bayern. Viele gute Projekte fallen durchs Raster.

Sonderausschreibung “Süd”

Mit unserem Dringlichkeitsantrag fordern wir ein entschiedenes Gegensteuern. Der Antrag hat drei zentrale Punkte:

  1. Einsatz der Staatsregierung für eine Sonderausschreibung “Süd” für neue Windenergieanlagen in Süddeutschland auf Bundesebene
  2. Austausch mit der Windbranche, um einen Fahrplan zur Einreichung der eigenen Ausbauziele für Bayern zu erstellen
  3. Einsatz auf Bundesebene für dauerhafte Erhöhung der Ausschreibungsmengen bei der Windkraft

Damit soll verhindert werden, dass bereits genehmigte bayerische Windprojekte an zu engen Ausschreibungsmengen scheitern und nicht realisiert werden können.

Warum Bayern jetzt handeln muss

Ein ambitionierter Ausbau der Windenergie ist entscheidend, um die bayerischen Klimaziele zu erreichen, die Versorgung mit günstigem, sauberem Strom zu sichern und das Energiesystem effizienter zu machen. Wenn der Ausbau weiter überwiegend in Norddeutschland stattfindet, steigen Netzausbaubedarf und teure Redispatch-Maßnahmen. Kosten, die am Ende alle Stromkund*innen zahlen. Bleibt der Windkraftausbau im Freistaat schwach, wächst zudem die Winterstromlücke, die Strompreise steigen, die Klimabilanz verschlechtert sich und der bereits heute sehr hohe Stromimport nach Bayern von über einem Viertel des Verbrauchs nimmt weiter zu.

Jetzt den Weg freimachen für bayerischen Windstrom

Die Staatsregierung darf nicht weiter zuschauen, wie bayerische Projekte bei den Ausschreibungen leer ausgehen. Mit einer Sonderausschreibung, höheren Ausschreibungsmengen und einem engen Schulterschluss mit der Branche kann Bayern seine eigenen Ziele beim Windkraftausbau verwirklichen und günstigen, heimischen Strom für Bürger*innen, Unternehmen und Kommunen sichern. Der Dringlichkeitsantrag ist ein klares Signal: Windkraft gehört ins Zentrum einer modernen, bezahlbaren und klimafreundlichen Energiepolitik in Bayern.

Tatsächlich das das bayerische Kabinett 10 Tage nach unserem Dringlichkeitsantrag eine Sonderausschreibung von 5 GW gefordert und plant eine Initiative im Bundesrat. Zumindest etwas haben sie verstanden. Hier zum Kabinettsbericht. 

Zum Download des Dringlichkeitsantrag: DA Sofortprogramm für günstigen Windstrom in Bayern


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