Sicherung der Kindergesundheit in Westmittelfranken: Wir fordern ein Ende der Versorgungslücken!

Die Schließung der Kinderstation "Wald" am Klinikum Ansbach bewegt die Menschen in der Region und offenbart die Tatenlosigkeit der bayerischen Staatsregierung. Sie kommt ihrer Aufgaben nicht nach und wälz die Verantwortung an die Kommunen ab.

Die Gesundheitsversorgung unserer Kinder und Jugendlichen in Westmittelfranken ist in einer kritischen Lage. Die Schließung der Pädiatrie am Klinikum Ansbach zum 31.12.2026 reißt eine gefährliche Lücke in die stationäre Versorgung, die wir nicht hinnehmen dürfen. Es ist nicht akzeptabel, dass im Ländlichen Raum ab 2027 keine stationäre Versorgung mehr vorhanden ist und alle Fälle nach Nürnberg oder Erlangen verlagert werden müssen. Die bayerische Staatsregierung trägt die Verantwortung für eine flächendeckende Versorgung und muss die Krankenhausplanung endlich verantwortungsbewusst angehen – gerne auch mit einem Blick auf erfolgreiche Modelle wie in Nordrhein-Westfalen.

Auch die ambulante Versorgungslage prekär

Die aktuelle Datenlage des Versorgungsatlas der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB)vom Februar 2026 belegt die prekäre Situation: In der Kreisregion Ansbach leben nach dem Stadtkreis Nürnberg die zweithöchsten Zahlen an Kindern und Jugendlichen in Bayern. Doch die Betreuung hinkt hinterher. Während im Stadtkreis Nürnberg eine Kinderärztin im Schnitt 1.793 Kinder betreut, steigt diese Zahl im Landkreis Ansbach auf 2.670 und in Weißenburg-Gunzenhausen auf 2.726. Diese Disparität zeigt deutlich, dass der Ballungsraum Nürnberg die Versorgung der angrenzenden Landkreise niemals vollständig übernehmen könnte.

Versorgungsatlas Kinder- und Jugendärzte in Bayern 
Stand Februar 2026: KVB Versorgungsatlas

Um hier mehr Informationen und die Einschätzung der bayerischen Staatsregierung zu erfahren, habe ich eine detaillierte schriftliche Anfrage an die bayerische Staatsregierung gestellt und parallel einen Brief an Staatsministerin Gerlach gesendet. Ich fordere die Ministerin auf, die Versorgung im ländlichen Raum sicherzustellen und die Fortführung einer stationären Einrichtung zu gewährleisten. Sobald die Antworten der Staatsregierung vorliegen, werde ich Sie transparent über die Ergebnisse informieren.

Wir kämpfen für ein Gesundheitssystem, das keine Postleitzahlen-Lotterie ist, sondern jedem Kind.

Dieser Artikel könnte sie ebenfalls interessieren:

 

 


Im Dialog

©Foto: Manuel Schuller
©Foto: Manuel Schuller

Wirtschaft

Im ständigem Austausch mit den Unternehmer*innen in Bayern erfahre ich welche Fragen, Anregungen und Wünsche an die Politik gestellt werden und wie wir sie unterstützen können.

mehr dazu
©Foto: Andreas Gebert

Vor Ort

Wichtig ist mir mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, mit ihnen zu diskutieren und von ihnen Anregungen für meine parlamentarische Arbeit im Landtag mitzunehmen.

mehr dazu
Martin Stümpfig in Freuchtwangen
© Foto: Wolf Kehrstephan

Region

Ich bin in Feuchtwangen, im Landkreis Ansbach aufgewachsen – hier bin ich verwurzelt, hier achte ich darauf, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Landtag vertreten sind .

mehr dazu

Das könnte Sie auch interessieren