Die beiden neuen Windkraftanlagen bei Frankenhofen zeigen beispielhaft, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann. Nach vielen Jahren der Planung werden hier bald zwei Anlagen ans Netz gehen, die zusammen rund 4.000 Haushalte mit Strom versorgen können und zugleich Wertschöpfung in der Region halten.
Beeindruckend ist vor allem, mit wie viel Geduld und Beharrlichkeit die Gemeinde Weiltingen dieses Projekt vorangebracht hat. Was vor über zehn Jahren mit großen Konflikten und viel Skepsis begann, wurde Schritt für Schritt zu einem kommunalen Erfolgsprojekt entwickelt. Die Gemeinde hat ihre Flächen selbst in die Hand genommen, die Bürgerinnen und Bürger früh eingebunden und damit gezeigt, dass gute Energieprojekte nur mit Transparenz und Beteiligung gelingen.
Für mich ist das ein wichtiges Signal: Wenn eine Kommune Verantwortung übernimmt, kann aus Windkraft mehr entstehen als nur Strom. Es entstehen Einnahmen für die Gemeinde, neue regionale Wertschöpfung und ein konkreter Beitrag zum Klimaschutz. Gerade in einer Zeit, in der viele kommunale Haushalte unter Druck stehen, sind solche Projekte unverzichtbar.
Gleichzeitig macht Weiltingen deutlich, wie hoch die Hürden beim Ausbau der Erneuerbaren noch immer sind. Naturschutz, Genehmigungen, Netzanschluss und politische Blockaden kosten Zeit und Nerven. Umso wichtiger ist es, dass wir die Verfahren vereinfachen und Kommunen nicht ausbremsen, sondern gezielt unterstützen.
Die Windräder im Weiltinger Wald stehen damit für mehr als nur ein einzelnes Projekt. Sie stehen für regionale Unabhängigkeit, für wirtschaftliche Stärke vor Ort und für eine Energiewende, die nicht von oben verordnet wird, sondern von den Menschen in den Regionen selbst gestaltet werden kann.




