Die Studie stellt der Bayerischen Staatsregierung ein verheerendes Armutszeugnis in Sachen Energiewende aus: Beim Ausbau der Windenergie liegt die Staatsregierung rund 90 Prozent unter den eigenen Zielwerten. Damit bleibt Bayern auch weiterhin vor allem im Winterhalbjahr massiv von Stromimporten abhängig. Gleichzeitig hinken wir beim Netzausbau mittlerweile so sehr hinterher, dass Expertinnen und Experten bereits vor Risiken für die Versorgungssicherheit warnen. Klar ist: Auf diesem Kurs werden die bayerischen Klimaziele niemals erreicht. Die vbw fordert – genau wie wir Grüne – endlich Tempo sowohl beim Ausbau der Erneuerbaren als auch der Stromnetze.
Sehr deutlich zeigt der Monitoringbericht auch die Wirkungslosigkeit der einseitigen Orientierung des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger auf Wasserstoff. Bei den Wasserstoff-Elektrolyse-Anlagen sind weniger als 5 % in Bayern gebaut worden. Die Zahl der Wasserstofftankstellen ist in den letzten Jahren – trotz Förderprogrammen – sogar kontinuierlich zurückgegangen.
Umso fataler sind die aktuellen Vorschläge der Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche. Sie würden die Energiewende in Bayern faktisch ausbremsen und unsere Abhängigkeit von Erdgas sogar noch erhöhen – im Wärme- wie im Strombereich. Neue Gaskraftwerke statt des Ausbaus von Erneuerbaren und Netzen sind der falsche Weg.
Gerade angesichts der aktuellen weltpolitischen Situation und der geringen Aussicht auf schnelle Veränderungen muss der Schwerpunkt auf heimischen erneuerbaren Energien und Effizienz liegen. Eine Politik, die die Abhängigkeit von Erdgas verstärkt, gefährdet Wohlstand und Wirtschaft in Bayern.
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