Mehr Züge, mehr Platz: Stundentakt für den RE Nürnberg–Stuttgart jetzt umsetzen

Die RE-Verbindung Nürnberg–Stuttgart ist seit Langem völlig überfüllt – oft ohne Sitzplätze, teilweise sogar mit Zustiegsstopps. Ich fordere deshalb einen Stundentakt mit zwei Zugteilen sowie Verbesserungen beim S-Bahn-Fahrplan, damit Schülerinnen und Pendlerinnen rechtzeitig ankommen und die Bahn auch nachts eine echte Alternative zum Auto bietet. Ein verlässlicher öffentlicher Verkehr ist entscheidend für Klimaschutz, regionale Einbindung und flexible Mobilität.

Bildquelle: Wolf Kehrstephan

Zum Bersten volle Züge auf unserer Strecke Nürnberg–Stuttgart sind einfach nicht mehr tragbar. Viel zu oft gibt es keine Sitzplätze mehr, und in Extremfällen ist der Zug so voll, dass man in Ansbach, Leutershausen oder Dombühl gar nicht mehr zusteigen kann. Das muss sich spätestens zum Fahrplanwechsel im Dezember ändern.

Der RE zwischen Nürnberg und Stuttgart wird von sehr vielen Menschen genutzt. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich – Fahrten alle zwei Stunden reichen längst nicht mehr aus. Die überfüllten Züge sind kein Einzelfall mehr an Adventssamstagen, sondern inzwischen fast Alltag. Werktags fährt der Zug immerhin mit zwei Zugteilen, am Wochenende aber nur mit einem – und er ist sowohl unter der Woche als auch am Wochenende regelmäßig überfüllt.

Deshalb fordere ich, dass die große Nachfrage auf dieser Strecke endlich zu einer Ausweitung des Angebots und damit auch zu einer Anpassung des Verkehrsvertrags führt. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft bestimmt, wie viele Züge fahren. Sie muss den RE Nürnberg–Stuttgart im Stundentakt bestellen – und mit jeweils zwei Zugteilen. Dem Erfolg des Deutschlandtickets muss Rechnung getragen werden. Ab Crailsheim fährt der RE heute schon teilweise doppelt, und das sollte auf der ganzen Strecke Standard werden.

Viele Bürgerinnen und Bürger wenden sich mit dem Wunsch an mich, das Angebot zwischen Ansbach und Crailsheim bzw. Stuttgart zu verbessern. Seit Dezember 2024 fährt die S-Bahn S4 bis Crailsheim. Das war ein großartiger Erfolg und eine spürbare Verbesserung. Doch nach einem halben Jahr Praxisbetrieb zeigt sich: An einigen Stellen muss dringend nachjustiert werden.

So passt der aktuelle Fahrplan am frühen Morgen nicht zu den Bedürfnissen der Schüler*innen in Ansbach. Die S-Bahn kommt nur 15 Minuten vor Unterrichtsbeginn an – zu knapp, um pünktlich am Gymnasium oder der Realschule zu sein. Auch die erste Verbindung nach Nürnberg kommt erst nach 6:30 Uhr an, was viele Pendler dazu zwingt, mit dem Auto nach Ansbach zu fahren, um dort erst in die Bahn einzusteigen.

Und auch nachts ist das Angebot unbefriedigend: Die letzte S-Bahn fährt kurz vor Mitternacht nur bis Dombühl. Eine Weiterfahrt bis Crailsheim wäre dringend nötig.

Die Verlängerung der S-Bahn nach Crailsheim war ein wichtiger Schritt. Jetzt gilt es, das Angebot so anzupassen, dass es für möglichst viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis eine attraktive Alternative zum Auto darstellt.

Ein funktionierender öffentlicher Verkehr ist für mich mehr als nur eine Frage der Mobilität. Er ist entscheidend für den Klimaschutz, weil er uns hilft, Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Er stärkt die Einbindung ländlicher Regionen, sorgt für Flexibilität im Alltag und schafft echte Wahlfreiheit, gerade für Menschen, die kein Auto nutzen können oder wollen. Nur mit einem starken, verlässlichen Bahnangebot können wir die Mobilitätswende schaffen und unser Klima wirksam schützen.


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