Aiwanger stellt komplett falsche Weichen

Sichere, günstige und saubere Energie braucht klare politische Weichenstellungen. Wasserstoff in Kraftwerken anstatt an der Tankstelle, konsequente Investitionsstrategie, die den Wärmeschatz der Geothermie hebt und den Fokus auf effiziente Technologien wie die Elektromobilität legt.

Stromnetz bei Gunzenhausen
Stromnetz bei Gunzenhausen; Bildquelle: Lisa Frommberger

Eine sichere, saubere und günstige Energieversorgung ist entscheidend für unsere Wirtschaft und für die Menschen in Bayern. Genau deshalb müsste der Haushalt des Wirtschaftsministeriums klare Prioritäten setzen. Stattdessen fehlt der Staatsregierung seit Jahren ein erkennbarer roter Faden. 

Wir Grüne sagen klar: Wer die Energiekosten dauerhaft senken und Bayern unabhängiger machen will, muss konsequent in erneuerbare Energien, Speicher, Gebäudesanierung und moderne Infrastruktur investieren. Dazu gehört vor allem, die großen Potenziale bei Windkraft, Sonne und Geothermie endlich entschlossen zu nutzen. 

Besonders deutlich wird das beim Thema Geothermie. Aus unserer Sicht ist es unverständlich, dass die Staatsregierung dafür in den Jahren 2026 und 2027 nur 6 Millionen Euro vorsieht. Bayern sitzt auf einem großen Wärmeschatz, der für eine bezahlbare und klimafreundliche Wärmeversorgung genutzt werden muss. Wir fordern deshalb deutlich mehr Mittel, damit Geothermie endlich die Rolle bekommt, die sie verdient. 

Auch beim Thema Wasserstoff setzt die Staatsregierung aus unserer Sicht die falschen Schwerpunkte. Seit 2018 sind bereits 230 Millionen Euro in diesen Bereich geflossen, doch der konkrete Nutzen bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Es gibt bisher nur wenige Wasserstoffbusse und Tankstellen, während in anderen Bereichen dringend mehr Geld gebraucht würde. Gerade im Bereich der Elektromobilität sehen wir die Zukunft und wollen die Mittel dort stärker einsetzen. 

Wasserstoff bleibt wichtig, aber er muss dort eingesetzt werden, wo er wirklich gebraucht wird: etwa im Luftverkehr und bei der Umstellung von Gaskraftwerken auf klimafreundliche Lösungen. Für den Alltag der meisten Menschen, besonders im Verkehrsbereich, ist die Elektromobilität der bessere und realistischere Weg. 

Hinzu kommt: Bayern hat bei wichtigen Zukunftsprojekten viel zu lange gebremst. Blockaden bei Windkraft, Stromleitungen und Geothermie haben den Ausbau unnötig verzögert und den Wirtschaftsstandort geschwächt. Das kostet Zeit, Geld und Vertrauen. Gerade jetzt braucht es endlich mutige Entscheidungen statt weiterer Verzögerungen. 

Wir Grüne setzen uns deshalb für eine Energiepolitik ein, die den Menschen direkt hilft: mit geringeren Heizkosten, mehr regionaler Wertschöpfung und einer starken, unabhängigen Energieversorgung. Dazu gehören auch Förderungen für Gebäudesanierung, damit Familien ihren Energieverbrauch senken und dauerhaft Kosten sparen können. 

Dieser Haushalt hätte die Chance, die richtigen Weichen zu stellen. Statt teurer Umwege braucht Bayern Investitionen in Sonnen- und Windenergie, Geothermie, Stromnetze, Speicher und die energetische Sanierung. Genau dort liegt die Zukunft einer gerechten, günstigen und sauberen Energiepolitik. 

Meine Rede zum Haushalthier


Im Dialog

©Foto: Manuel Schuller
©Foto: Manuel Schuller

Wirtschaft

Im ständigem Austausch mit den Unternehmer*innen in Bayern erfahre ich welche Fragen, Anregungen und Wünsche an die Politik gestellt werden und wie wir sie unterstützen können.

mehr dazu
©Foto: Andreas Gebert

Vor Ort

Wichtig ist mir mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, mit ihnen zu diskutieren und von ihnen Anregungen für meine parlamentarische Arbeit im Landtag mitzunehmen.

mehr dazu
Martin Stümpfig in Freuchtwangen
© Foto: Wolf Kehrstephan

Region

Ich bin in Feuchtwangen, im Landkreis Ansbach aufgewachsen – hier bin ich verwurzelt, hier achte ich darauf, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Landtag vertreten sind .

mehr dazu

Das könnte Sie auch interessieren