Landtags-Grüne fordern wissenschaftliche Verfahren und echte Bürgerbeteiligung bei Endlagersuche - Landtags-Grüne mahnen Sicherheit der Atommüll-Zwischenlager an

Bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll bleibt Bayern im Fokus: Während Nordschwaben und das Fichtelgebirge aus der engeren Auswahl ausgeschieden sind, stehen Teile der Oberpfalz und des Bayerischen Walds weiterhin im Blick. Bis 2027 wird sich zeigen, welche Regionen weiter untersucht werden.

Atomkraftwerk in Grundremmingen
Atomkraftwerk in Grundremmingen; Bildquelle: Eigene Aufnahme

Bei der Suche nach einem sicheren Atommüll-Endlager müssen wissenschaftliche Erkenntnisse und die Sicherheit der Menschen an erster Stelle stehen. Wir Landtags-Grünen fordern ein transparentes Verfahren, bei dem die Menschen in den betroffenen Regionen frühzeitig und umfassend mitreden können.   

Bayern bleibt weiterhin im Fokus der Suche, zeigt der neue Arbeitsstand der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE). Gebiete in Nordschwaben und im Fichtelgebirge bleiben in der engeren Auswahl. In der Oberpfalz und im Bayerischen Wald stehen weitere Untersuchungen aus – voraussichtlich 2027 wird Klarheit herrschen.  

  

Für die betroffenen Regionen zählt allein, welcher Standort die größtmögliche Sicherheit für Menschen und Umwelt bietet. Die Geologie muss entscheiden, nicht die Politik. Entscheidend sind wissenschaftliche Fakten, ein transparentes Verfahren und die Beteiligung der Menschen vor Ort. 

  

Für die weitere Suche sind Regionalkonferenzen geplant, bei denen die Bürgerinnen und Bürger die Untersuchungen begleiten und kritisch hinterfragen können.  

Die bisherigen Pläne für die Regionalkonferenzen sind viel zu dürftig. Die Menschen vor Ort brauchen genug Zeit, um die Untersuchungen zu prüfen und eigene wissenschaftliche Expertise einzuholen. Bürgerbeteiligung darf nicht im Schnelldurchlauf stattfinden. Dafür müssen sich auch die Verantwortlichen in den Regionen auf die Hinterbeine stellen. 

  

Die Endlagersuche mag im Fokus stehen, aber die 16 deutschen Zwischenlager dürfen dabei nicht vergessen werden. Dort wird der Atommüll länger lagern als die ursprünglich versprochenen 40 Jahre. Die Sicherheit der Lager war schon immer umstritten und wurde auch gerichtlich in Frage gestellt. Zwei Zwischenlager werden derzeit sogar ohne Genehmigung betrieben. Doch die Gefahren steigen von Jahr zu Jahr: durch Materialermüdung, neue panzerbrechende Waffentechnologien, hybride internationale Konflikte und den Klimawandel. Hier sind alle staatlichen Stellen gefordert, sofort aktiv Lösungen zu suchen.


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