Hilferuf von unseren Hebammen in der Region - bürokratische Hürden beim Bayerischen Hebammenbonus abbauen

Symbolbild Hebammenbonus Eigene Gestaltung

Unsere Geburts- und Hebammenhäuser in der Region sind mehr als unzufrieden. Der Hebammenbonus wurde so bürokratisch, dass eine Antragstellung wenig Sinn macht. Ich habe den als regionaler Landtagsabgeordneter den Hilferuf aufgegriffen und das Gesundheitsministerium um Auskunft gebeten. Wie nun aus der Antwort des Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention auf eine Anfrage zum Plenum hervorgeht, sind die Antragszahlen für den Bayerischen Hebammenbonus im vergangenen Jahr tatsächlich deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2025 gingen ab August monatelang kein einziger Antrag mehr ein. Erst im Dezember gingen drei einzelne Anträge ein. Vorher gab es aber Monate mit über 200 Anträgen.  Martin Stümpfig kritisiert das komplizierte Antragsverfahren und fordert eine grundlegende Überarbeitung, um den Zugang zu dieser wichtigen Förderung zu erleichtern.  

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das aktuelle Verfahren des Gesundheitsministeriums ist viel zu bürokratisch und schreckt Hebammen ab. Die Antragszahlen gingen ab letzten Sommer auf Null zurück. Der Hebammenbonus sollte eine unbürokratische Anerkennung für die wertvolle Arbeit von Hebammen sein – stattdessen wird er durch überflüssige Hürden ausgebremst. Hier muss die Staatsregierung dringend nachbessern, um die Versorgung von Familien in Bayern sicherzustellen. Gerade in unserem Landkreis Ansbach mit den grossen Entfernungen ist eine Unterstützung dringend notwendig.

Seit Januar 2025 wird der Hebammenbonus als Projektförderung nach Art. 23 i. V. m. 44 BayHO gewährt, zuvor war er als „Billigkeitsleistung“ nach Art. 53 BayHO ausgestaltet.  

Die Förderung in Höhe von bis zu 1.000 Euro pro Jahr bleibt eine freiwillige Leistung ohne Rechtsanspruch, deren Gewährung von den verfügbaren Haushaltsmitteln abhängt. Martin Stümpfig fordert, das Antragsformular zu vereinfachen und kurze digitale Lösungen/Formulare zu schaffen, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Zudem müsse die Staatsregierung transparent darlegen, welche konkreten Schritte sie unternehmen wird, um den Rückgang der Antragszahlen zu stoppen. 

Denn, angesichts des bundesweiten Hebammenmangels und der zunehmenden Belastung der Berufsgruppe ist eine unbürokratische Förderung umso dringender.

Antwort auf die Anfrage an die bayerische Staatsregierung


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