Badeverbote aufgrund der Blaualgen-Problematik sind heuer leider genauso an der Tagesordnung wie die Jahre zuvor. Und selbst der künstlich abgetrennte Badebereich am Schlungenhof ist voller Blaualgen. Es wird höchste Zeit die Ursachen des Problems anzupacken.
Die Antworten des Umwelt – und Landwirtschaftsministeriums sind aber mehr als enttäuschend. Außer Gesprächen und Info-Veranstaltungen ist wenig geschehen. Im Bereich Landwirtschaft ist sogar eine Verschlechterung eingetreten, da die Düngebeschränkungen seit November letzten Jahres nicht mehr gültig sind.
Der bayerische Bauernverband hatte bei der Tagung gefordert, das Förderprogramm „bodenständig“ auf die ganze Altmühlseeregion auszuweiten und so Landwirte für Erosionsschutz und geringeren Düngeeinsatz zu belohnen. Dies hat die Staatsregierung genauso wenig umgesetzt wie eine finanzielle Aufstockung der Förderprogramme zur Reduktion des Düngeeinsatzes und des Erosionsschutzes, die stark überzeichnet sind. Enttäuschend ist auch, dass vorgeschlagene Agroforstmaßnahmen nicht aufgegriffen werden und keine Sedimentfänge bisher angelegt wurden, um Schlamm bereits in den Zuläufen des Altmühlsees zu entfernen.
Angesichts der Klimakrise, die sich mit Hitzewellen immer weiter zuspitzt, gibt es keine schnelle Lösung für das Problem der Blaualgen. Ohne Reduktion der Überdüngung wird sorgenfreies Baden im Sommer im Altmühlsee aber nicht mehr möglich sein. Es wird höchste Zeit, dass die Staatsregierung nicht nur redet, sondern handelt.
Radio 8 Intervierw vom 22. Juli hier
Dokumente
Anfrage zum Plenum Blaualgen-Alarm an bayerischen Badeseen Zwanziger
Dringlichkeitsantrag Blaualgen; Jetzt gemeinsam handeln – Bevölkerung muss ihre Seen vor Ort auch nutzen können




