Eckpunkte des Gebäudemodernisierungsgesetz von Union und SPD hier
Grüngasquote klingt nach „grüner Lösung“, ist aber eine teure Mogelpackung: Sie verteuert Gas, verschärft den Druck auf die Landwirtschaft und lockt Haushalte in eine gefährliche Kostenfalle.

Die von CSU/CDU und SPD geplante Einführung einer Grüngasquote an Stelle der derzeit geltenden 65 %-Erneuerbare Vorgabe für neue Heizungen wäre nicht nur für das Klima ein massiver Rückschritt. Viele drohen zu Verlieren dieser geplanten Regelung zu werden: Mieterinnen und Mieter, Haushalte, Industrie bis hin zur Landwirtschaft in Bayern.
Eine Quote für die Beimischung von Biogas oder Wasserstoff wäre extrem ineffizient und würde die Gaspreise deutlich verteuern. Der Preis für Biomethan liegt derzeit bei mindestens dem Doppeltem von Erdgas, bei Wasserstoff ist er noch deutlich höher.
Der Druck auf die bayerische Landwirtschaft, deren Flächen bereits heute zu 11 % für den Energiepflanzenanbau verwendet werden, würde stark steigen. Laut dem Leipziger Institut hat Biogas zur Wärme 2024 2,3 % des Bedarfs in Bayern gedeckt (s. Tabelle unten). Um 65 % des Wärmebedarfs mit grünen Gasen zu decken, müsste man die Leistung von Biogasanlagen um den Faktor 28 steigern. Oder bei reinen Biomethananlagen mindestens mal 15 nehmen.
Selbst wenn die komplette landwirtschaftliche Nutzfläche in Bayern für den Energiepflanzenanbau geopfert werden würde, wären die Ziele nicht erreichbar. Wir wären also massiv auf Importe angewiesen. Woher diese kommen sollen, was sie kosten und wie verlässlich entsprechende Zertifikate sind, ist mehr als fraglich.
Auch im Bereich Wasserstoff ist völlig unklar, woher die entsprechenden Mengen zur Zielerfüllung kommen sollen. Grüner Wasserstoff wird zukünftig vor allem in industriellen Anwendungen in der Stahl- und Chemieindustrie benötigt. Zum Verheizen in Gebäuden ist dieser somit viel zu wertvoll und würde dann wieder der Industrie fehlen.
Die Quote suggeriert den Haushalten eine Anschlusslösung und „Weiter-So“ mit Gasnetz und Heizungen, die so nicht besteht und treibt sie in eine Kostenfalle. Besonders Mieterinnen und Mieter schauen komplett in die Röhre, weil sie keinen Einfluss auf die Wahl der Heizung haben, aber die steigenden Brennstoffkosten teuer bezahlen müssen.
Wärmepumpen sind das Effizienteste, was die Technik derzeit zu bieten hat. Aber statt darauf zu setzen, zementieren Söder, Reiche und Merz mit einer „grünen“ Scheinlösung die teuren, fossilen Abhängigkeiten Deutschlands und Bayerns. Ohne endlich auch im Gebäudebereich Erfolge beim Klimaschutz vorweisen zu können, werden die Klimaziele niemals erreicht werden können. Mit der Verabschiedung von der 65 % Regel, verabschieden sich CSU, CDU und SPD auch von den Klimazielen. Das ist fatal angesichts der Zuspitzung der Klimakrise.
Das Gebäudeenergiegesetz stellt derzeit sicher, dass effiziente, nachhaltige und langfristig kostengünstige Technologien eingesetzt werden. Derzeit sinken die Importe von Erdöl und Erdgas aufgrund der hohen Kosten kontinuierlich. Deren Preis befinden sich im Schnitt derzeit auf einem 5 Mal höheren Niveau als vor dem Ukraine-Krieg. Die Kosten für fossile Gase werden sich langfristig auch nicht durch grüne Beimischungen senken lassen und die Effizienz zur Behebung von Gebäuden ist niedrig.
Das Gesetz stellt zudem sicher, dass nicht nur europäische Vorgaben erfüllt, sondern auch ein elementarer Beitrag zur Erreichung der Klimaziele geleistet wird.

Im ständigem Austausch mit den Unternehmer*innen in Bayern erfahre ich welche Fragen, Anregungen und Wünsche an die Politik gestellt werden und wie wir sie unterstützen können.
mehr dazuWichtig ist mir mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, mit ihnen zu diskutieren und von ihnen Anregungen für meine parlamentarische Arbeit im Landtag mitzunehmen.
mehr dazuIch bin in Feuchtwangen, im Landkreis Ansbach aufgewachsen – hier bin ich verwurzelt, hier achte ich darauf, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Landtag vertreten sind .
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