Immer wieder wenden sich Ärzt*innen oder auch Bürgermeister*innen in meinem Stimmkreis mit der Bitte um Unterstützung bei der Anerkennung von Ärzt*innen aus dem Ausland an mich. Häufig finden Inhaber*innen von Praxen auf dem Land keine Nachfolge oder Unterstützung. So auch aktuell bei Fällen aus Dinkelsbühl oder Herrieden. Dies beträfe, so ein Arzt aus Herrieden, in meinem Stimmkreis mehrere Ärzt*innen aus Drittstaaten, die seit Jahren nicht arbeiten dürften!
Dieser Arzt teilte mir mit, dass er seit nun fast 2 Jahren in seiner Praxis eine ukrainische Ärztin habe, die bereits seit Ende Mai die Voraussetzung zur Erlangung der Berufserlaubnis und diese zunächst bei der Regierung von Unterfranken eingereicht habe. Dies wurde dann zur Regierung von Oberbayern, die seit dem 01.07.2025 zentral zuständig ist mit der Bemerkung gesendet „alle Dokumente behalten ihre Gültigkeit". Daraufhin musste die betreffende Ärztin trotzdem das ärztliche Zeugnis und das polizeiliche Führungszeugnis neu beantragen. Diese lagen nach Auskunft des Arztes der Behörde ab dem 17.07.2025 vor. Bis September wurde der Antrag aber nicht bearbeitet, obwohl in der Praxis in Herrieden eine Arbeitsplatzgarantie vorlag.
Auf meine Bitte hin nahm meine Fraktionskollegin und Sprecherin für Integration Gülseren Demirel Kontakt zur Regierung von Oberbayern auf, um das Verfahren zu beschleunigen. Inzwischen hat die Ärztin aus der Ukraine tatsächlich die Arbeitserlaubnis erhalten, sie arbeitet seit 01.11.2025 in der Praxis in Herrieden! Allerdings dauert die Approbation noch an – es scheint Probleme mit der Anerkennung der Weiterbildungsmaßnahmen in der Ukraine zu geben. Und auch hier wird wohl je nach Bundesland vollkommen anders entschieden – meiner Meinung nach ist das ein unhaltbarer Zustand, der nicht geeignet ist, dem Ärzt*innenmangel hier bei uns auf dem Land etwas entgegenzusetzen!
Unterschiedliche Dauer von Anerkennungsverfahren in Bundesländern, lesen sie den Artikel im Ärzteblatt
Link zur zentralen Anerkennungsstelle finden Sie hier
Zur Präsentation der Agentur für Arbeit, Freigabe erteilt von Birger Nemitz.




