Der Freistaat darf uns hier nicht alleine lassen - Finanzspritze von 5 Millionen Euro für unsere Busse dringend nötig

Bus und Bahn sind im Landkreis und Stadt Ansbach enorm wichtig, sodass jung und alt auch ohne Auto mobil sein können. Dem Defizit soll jetzt entgegengewirkt werden durch den Freistaat Bayern. Ein entsprechender Antrag wurde bei den Haushaltsberatungen eingebracht.

Collage
Mehr Geld für Bus und Bahn durch den Freistaat; Bildquelle: Collage aus Canvabildelementen

Unsere Busse im Landkreis und der Stadt Ansbach sind in Kombination mit der Schiene ein enorm wichtiger Baustein, dass jung und alt auch ohne Auto mobil sein können. Angesichts der zunehmenden Zahl von Menschen, die auf Bus und Bahn angewiesen sind und der Notwendigkeit, unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ist es unerlässlich, das bestehende Bus- und Bahnangebot zu erhalten und auf den Bedarf abzustimmen. Seit mindestens zwei Jahren diskutieren wir intensiv das Defizit unserer Busse im Landkreis Ansbach. Ähnliche Debatte werden auch im Stadtrat  Ansbach geführt.

Das Defizit im Bereich ÖPNV im Landkreis Ansbach hat sich in den vergangenen Jahren stark erhöht auf über 10 Millionen Euro pro Jahr.  Auch bei der Schülerbeförderung hat sich der Zuschussbedarf des Landkreises stark erhöht. Lag er im Jahr 2024 noch bei rund 1,3 Mio. Euro, hat er sich in den Planjahren 2025 auf 1,5 Mio. Euro und 2026 auf 2,4 Mio. Euro erhöht. Sowohl der Landkreis als auch die Stadt Ansbach haben in den letzten Jahren mit steigenden Ausgaben und mit gleichbleibenden bzw. sinkenden Einnahmen zu tun. Der Zuschussbedarf ist deutlich angestiegen, obwohl große Teile, wie z.B. die Schülerbeförderung vom Freistaat zu finanzieren sind.

Wir bleiben aber darauf sitzen und die Konsequenz ist nun, dass fieberhaft nach Einsparungen gesucht wird. Das ist aber in vielen Fällen kontraproduktiv, da ohnehin das Busangebot sehr dünn ist und bei einer weiteren Ausdünnung ein Teufelskreis entsteht die geringe Attraktivität weiter sinkt.

Der Freistaat darf uns hier nicht alleine lassen. Wir brauchen dringend eine bessere Unterstützung für unsere Busse. Seit Jahren stagnieren oder sinken die Zuschüsse des Freistaats für den ÖPNV, obwohl die Staatsregierung das Ziel hat, den Anteil des ÖPNV bis 2030 zu verdoppeln. 

Gerade im größten Landkreis wirken sich die Steigerung der Kosten der letzten Jahre aber stark aus, da sich der Mehrpreis von mehreren Euro pro Kilometer bei Fahrleistungen von über 2 Mio. Kilometer auf enorm hohe Summen, die der Landkreis so nicht dauerhaft stemmen kann, summieren. Die Auswirkungen der gestiegenen Kraftstoffpreise der letzten Wochen sind hier noch gar nicht berücksichtigt.

Ich habe deshalb bei den aktuellen Haushaltsberatungen einen Antrag eingebracht, der diese Woche im Landtag final beraten wird. Für das Jahr 2026 forderen meine Fraktion und ich eine kurzfristige Unterstützung für den flächengrößten Landkreis Ansbach und die Stadt Ansbach in Höhe von 5 Millionen Euro und hoffe sehr, dass er eine Zustimmung erreichen kann. 

Leider wurde mein Antrag von CSU und FW abgelehnt. Und so stehen wir im Landkreis weiter alleine da. 


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