Am 04.07.2025 hat der Integrationsbeauftragte des Landkreises Ansbach, Klaus Miosga, seinen jährlichen Bericht im Kreistag vorgestellt. Mit 30 Zuweisungen aus der zentralen Aufnahmestelle in Zirndorf ist die Situation im Bereich Migration sehr entspannt. Umso wichtiger wäre es jetzt die Sprachkurse zu intensivieren, um eine echte und beschleunigte Integration zu gewährleisten. Leider ist dies aber nicht der Fall. Die Zahl der Kurse ist beschränkt und es ist mehr als Glückssache einen Platz zu bekommen. Meine persönlichen Erfahrungen mit Einzelfällen bestätigt diese Einschätzung von Herrn Miosga. Hohe Erwartungen vor Beginn einer Ausbildung werden gestellt. Aber der Zugang zu Sprachkursen wird verweigert. Das passt einfach nicht zusammen. Sprache ist der Schlüssel zur Integration. Hier darf nicht gespart werden! Mir fehlen hier die Initiativen des Landrats und des Landkreises, die diese Fehlentwicklung anprangern und an Staats- und Bundesregierung weitergeben!
Die Präsentation des Integrationsbeauftragten zeigt die Tätigkeiten auf. Herr Miosga kritisiert auch klar die Bezahlkarte, denn sie verursacht in vielen Fällen Komplikationen. Leider verfolgt die CSU diese Linie aber massiv. Andere Bundesländer gehen andere Wege und lassen den Kommunen auch größere Freiheiten bei der Umsetzung. Die CSU in Land und Bund sollte mehr auf ihre Fachleute in der Praxis hören und endlich die unsinnige Bezahlkarte einstellen.
Eine aktuelle Übersicht über die Ansprechpartner*innen und Beratungsstellen zum Thema Integration im Landkreis und deren Leistungsumfang finden Sie hier.
Meine Fraktionskollegin Gülseren Demirel hat die Staatsregierung übrigens am 30.06.2025 in einer Anfrage zum Plenum gefragt, warum sie die finanzielle Unterstützung für die Auflösung von Notunterkünften und die Schaffung von Wohnraum nicht freigibt – und keine Antwort erhalten. Wenn das bei Ihnen und euch auch der Fall ist, ist das ein Skandal und ich bitte um Rückmeldung, um konkret bei der Staatsregierung nachzufragen.




