Die heute veröffentlichten Zahlen der Bundesnetzagentur zu den aktuellen Zuschlägen für neue Windräder machen deutlich: Bayern kommt beim Windkraftausbau weiterhin kaum voran. Von insgesamt 555 bundesweit bezuschlagten Windrädern entfallen lediglich 26 auf den Freistaat. Während Länder wie Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen jeweils Zuschläge für über 170 Anlagen erhalten haben, bleibt Bayern weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Dabei ist gerade im Süden ein zügiger Ausbau der Windenergie entscheidend für ein stabiles Stromnetz, Klimaschutz und langfristig sauberen und günstigen Strom. Die Winterstromlücke im Freistaat ist, genauso wie der Nachholbedarf bei Windkraft enorm, denn jede vierte Kilowattstunde muss heute nach Bayern importiert werden.
Bayern kommt bei der Windkraft nicht vom Fleck. Nur 26 Anlagen haben einen Zuschlag erhalten, während Nordrhein-Westfalen oder Niedersachsen über 170 Zuschläge erhalten haben. Wir haben aber gute Windstandorte in Bayern und in Süddeutschland. Die müssen genutzt werden. Auch im Süden müssen nicht teure Gaskraftwerke anspringen, wenn gleichzeitig der Wind weht. Das verteuert den Strom unnötig und ist schlecht für unser Klima. Eine dezentrale, regionale Energieerzeugung stärkt nicht nur den Klimaschutz, sondern auch Innovation, Wertschöpfung und Versorgungssicherheit in ganz Deutschland. Dafür sind aber faire Rahmenbedingungen für die Windkraft nötig. Wir brauchen deshalb eine Sonderausschreibung „Süd“. Ich fordere Markus Söder auf, sich hier entschlossen einzusetzen, damit bayerische Projekte endlich realisiert werden können. Die Energiewende gelingt nur, wenn alle Regionen ihren Beitrag leisten können.
Wir Grüne werden dazu in den kommenden Wochen einen Antrag im Landtag einbringen.




