Regionale Energiewende

Wir Grünen setzen uns für die dezentrale Bürgerenergiewende ein. Die Energie über Erneuerbare Energie dort zu produzieren wo sie auch gebraucht wird, ist die effizienteste und wirtschaftlichste Form der Energienutzung.

Wo stehen wir bei der Energiewende in Mittelfranken? Der Ist-Zustand der regionalen Energiewende in den drei von mir betreuten Landkreisen Neustadt/Aisch – Bad Windsheim, Weißenburg und Gunzenhausen, Ansbach sowie in der Stadt Ansbach möchte ich hier zum Stichtag 31.12.2016 aufzeigen:

Regionale Energiewende im Landkreis Ansbach

Der Gesamtstromverbrach für den Landkreis Ansbach wird von der Staatsregierung mit 925.397.000 kWh pro Jahr angegeben. Bezogen auf die 182.178 Einwohner ergibt sich ein Stromverbrauch pro Kopf von 5080 kWh. Der Strombedarf für Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen ist hier auf alle Bürger entsprechend umgelegt.

Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Biogas und Wasserkraft betrug im Jahr 2016 im Landkreis Ansbach 1.192.311.000 kWh. Damit wird im Landkreis Ansbach deutlich mehr Strom aus Erneuerbaren Energie erzeugt, als verbraucht wird. Der Versorgungsgrad durch Erneuerbare Energien liegt demnach bei 128%.

Die Stromerzeugung von 128 % verteilt sich auf Biogas 590.236.000 kWh (63%), Stromproduktion aus Photovoltaik 384.855.000 kWh (42%), Windkraft 217.220.000 kWh (23%).

Regionale Energiewende in der Stadt Ansbach

Der Gesamtstromverbrauch für die kreisfreie Stadt Ansbach wird von der Staatsregierung mit 271.233.000 kWh pro Jahr angegeben, bezogen auf die 41.532 Einwohner ergibt sich ein Stromverbrauch pro Kopf von 6531 kWh, inkl. Strom für Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen. Diese Zahl liegt deutlich über dem Durchschnitt des Landkreises. In der Bezirkshauptstadt sind mehrere große Firmen angesiedelt, die den Stromverbrauch maßgeblich beeinflussen.

Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energie aus Sonne, Wind und Biogas betrug im Jahr 2016 in der Stadt Ansbach 63.961.000 kWh. Damit wird in der Stadt Ansbach deutlich weniger Strom aus Erneuerbaren Energie erzeugt, als verbraucht wird. Der Versorgungsgrad durch Erneuerbare Energien liegt demnach bei 23%. Das Defizit der Stadt Ansbach liegt bei 207.272.000 kWh. Da der Landkreis Ansbach 266.914.000 kWh pro Jahr Überschussstrom erzeugt, versorgt der Landkreis die Stadt praktisch mit sauberem Strom.

Die Stromerzeugung verteilt sich auf Biogas mit 24.223.000 kWh (9%), Photovoltaik mit 29.462.000 kWh (11%) und zum Stichtag zwei Windkraftanlagen in Bernhardswinden mit 10.276.000 kWh (4%).

Regionale Energiewende im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim

Der Gesamtstromverbrauch für den Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim wird von der Staatsregierung mit 485.873.000 kWh pro Jahr angegeben, bezogen auf die 99.332 Einwohner ergibt sich ein Stromverbrauch pro Kopf von 4891 kWh, inkl. Strom für Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen. Damit liegt der Stromverbrauch pro Kopf im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim von den vier Gebietskörperschaften am niedrigsten.

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energie aus Sonne, Wind, Biogas und Wasserkraft betrug im Jahr 2016 584.293.000 kWh. Damit wird im Neustadt/Aisch – Bad Windsheim mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, als verbraucht wird. Der Versorgungsgrad durch Erneuerbare Energien liegt demnach bei 120%.

Die 120 %ige Stromerzeugung verteilt sich auf Biogas mit 163.622.000 kWh (34%), Photovoltaik mit 198.972.000 kWh (41%) und Windkraft mit 221.699.000 kWh (46%).

Regionale Energiewende im Landkreis Weißenburg und Gunzenhausen

Der Gesamtstromverbrauch für den Landkreis Weißenburg und Gunzenhausen wird von der Staatsregierung mit 527.013.000 kWh pro Jahr angegeben, bezogen auf die 93.974 Einwohner ergibt sich ein Stromverbrauch pro Kopf von 5608 kWh, inkl. Strom für Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen.

Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energie aus Sonne, Wind, Biogas und Wasserkraft betrug im Jahr 2016 464.558.000 kWh. Damit wird im Landkreis Weißenburg und Gunzenhausen deutlich weniger Strom aus Erneuerbaren Energie erzeugt, als verbraucht wird. Der Versorgungsgrad durch Erneuerbare Energien liegt demnach bei 79%.

Die Stromerzeugung verteilt sich auf Biogas mit 227.227.000 kWh (34%), Photovoltaik mit 130.218.000 kWh (25%) und Windkraft 107.113.000 kWh (20%).