Klimaschutz-Tipps

Auf dieser Seite veröffentliche ich in regelmäßigen Abständen Klimaschutz- und Energiespar-Tipps. Denn oft können mit kleinen Verhaltensänderungen große Wirkungen erzielt werden.

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Gerne veröffentliche ich auch Ihren Beitrag zum Klimaschutz auf meiner Seite. Wenn Sie mir Ihre Zustimmung geben, dann auch in Ihrem Namen.

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* Die folgenden CO2-Angaben geben einen ungefähren Überblick und sind tatsächlich von den individuellen Gegebenheiten abhängig.
Zur Verdeutlichung: Im Durchschnitt produziert jeder Deutsche pro Jahr 10,63 t CO2-Äquivalente. Lediglich 2,5 t/Jahr werden als klimaverträglich eingestuft. 1 t CO2 entspricht in etwa dem Klimaschutzeffekt von 50 Bäumen.


Tiefkühlkost und Fertiggerichte vermeiden

Je mehr Verarbeitungsschritte ein Produkt durchlaufen hat - desto mehr Energie wird dabei verbraucht (für Herstellung, Zwischentransporte und Einfrieren).

Stark verarbeitete Produkte verursachen dreimal soviel Treibhausgase wie frisch verarbeitete Produkte.

Beispiel: Kartoffeln aus der Region statt tiefgekühlte Pommes Frites (pro kg) ersparen 4,8 kg CO2


Besser unterwegs

Durch bedachtes Reisen können Sie viel bewirken.

Insbesondere beim Fliegen werden viele Treibhausgase freigesetzt, die sich in der Höhe besonders schädlich auswirken.

Für kurze Strecken lieber Bahn, Busse oder Mitfahrgelegenheit nehmen. 

Beispiel: Ein Hin- und Rückflug nach Mallorca verursacht 690 kg CO2

Anmerkung: Seen, Bauernhöfe, romantische Städte, abenteuerliche Bergwelten - auch bei uns gibt es Faszinierendes zu entdecken und zu genießen. Deshalb lohnt sich auch mal ein Urlaub in der Nähe.


MoorPate werden!

In Deutschland sind 95% der Moorstandorte entwässert und dadurch ökologisch beeinträchtigt. Eine Wiedervernässung trägt zum Klimaschutz, zum Artenerhalt und Hochwasserschutz bei.

Eine Studie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) bestätigt die Klimawirksamkeit.

Mehr über eine MoorPatenschaft lesen Sie hier

Ersparnis: zwischen 7415 t und 57000 t CO2-Äquivalenten pro Hektar und Jahr.


Lebensmittel nicht verschwenden

Ein Drittel aller Lebensmittel werden weltweit weggeworfen. In Deutschland werden 20 Mio. Tonnen jährlich entsorgt.

Tipp: Essensreste kreativ zu neuen Gerichten verwenden, nur soviel einkaufen wie auch gebraucht wird, die Übersicht im Kühlschrank behalten, Mindesthaltbarkeitsdatum ist nicht das Verfallsdatum.


Gärtnern ohne Torf

Auf torfhaltige Blumenerde verzichten. Stattdessen selbst Kompost herstellen. Falls das nicht möglich ist torffreie Blumenerde kaufen. Darauf achten, dass auch "100% torffrei" drauf steht.

Insgesamt werden in Deutschland pro Jahr 12 Mio Kubikmeter Torf eingesetzt, die Hälfte davon aus deutschen Mooren der Rest kommt überwiegend aus Mooren der baltischen Staaten, wo durch den Torfabbau wertvolle Moorlandschaften vernichtet werden.

Ersparnis bei 100 Liter Blumenerde ohne Torf statt torfhaltiger Blumenerde: 26 kg CO2

Anmerkung: Moore sind gewaltige CO2-Speicher und binden weltweit doppelt soviel CO2 wie die Wälder (30% der an Land gespeicherten Treibhausgase)


Klimaschutz geht durch den Magen

Weniger Fleischkonsum ist gut für die Umwelt und gut für die Gesundheit, denn viele Zivilisationskrankheiten haben eine falsche Ernährung zur Ursache. Insbesondere der hohe Fleischkonsum trägt dazu bei.

Ersparnis bei einer Portion weniger Rindfleisch pro Woche (200g): 138 kg CO2 pro Jahr.

*Quelle


Geschenke verpacken

Geschenke lassen sich auch mit Altpapier, Blättern von gebrauchten Kalendern, Stoffresten, Bast, Schnüren und Pflanzen hübsch verpacken. Auch der Tesafilm kann mit etwas Geschick vermieden werden.


Heizung regulieren

Regulieren Sie Ihre Heizung um ein Grad nach unten (z.B. von 23 Grad auf 22 Grad).

Jährliche Einsparung: 300 kg CO2

Ein Grad weniger Raumtemperatur spart 6 % an Heizkosten.

Anmerkung: Etwa 80 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Privathaushalten werden für Heizung und Warmwasser verbraucht!


Plastiktüten meiden

In Deutschland sollen Schätzungen zufolge jährlich vier Milliarden Plastiktüten verbraucht werden. Der Hauptrohstoff für ihre Produktion ist Erdöl. Nach der kurzen Nutzungsphase - von meist weniger als einer Stunde - verbleiben die Plastiktüten bis zu 400 Jahre in der Umwelt und zerfallen in teilweise hochgiftige Einzelbestandteile.

Stofftaschen sind eine günstige und praktische Alternative! 

Jährliche Ersparnis: bis zu 10 kg CO2

Dieser Klimatipp wurde uns mit dem Kommentar"Plastiktüten müssen weg!!!" zugeschickt. Auch das passende Foto wurde uns zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!


Stromspar-Checks für einkommensschwache Haushalte

Das Projekt "Stromspar-Check Kommunal" des Deutschen Caritasverbands und des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD) wird bis 2019 gefördert. Es soll Menschen mit geringem Einkommen helfen, sich vor steigenden Energiepreisen zu schützen.

Zu dem Check gehören eine Vor-Ort-Beratung in der Wohnung, die Installation von Soforthilfen zum Energiesparen sowie bei Bedarf ein Wertgutschein für einen Kühlgerätetausch.

Pro Haushalt liegt die jährliche Einsparung an Energie- und Wasserkosten bei mindestens 150 Euro.

Langfristig sollen damit CO2-Emissionen in Höhe von 385.000 Tonnen eingespart werden.

«Mehr darüber können Sie hier erfahren.»


Befüllen der Geschirrspülmaschine

Achten Sie auf eine vollständige Auslastung der Geschirrspülmaschine und nutzen Sie Sparprogramme. Vorspülen ist nur bei sehr verschmutzem Geschirr nötig.

Jährliche Einsparung: 385 kg CO2

Anmerkung:
Ein Anschluss an die Warmwasserleitung kann - insbesondere wenn eine Solaranlage vorhanden ist - sehr vorteilhaft sein.

Nachhaltige Geschirrreiniger bringen zudem eine Umweltentlastung.


"Teewasser" kochen

Erhitzen Sie nur soviel Wasser wie Sie benötigen. Mein Tipp: Einfach eine Tasse zum Abmessen verwenden.

Jährliche Einsparung: 33 kg CO2

Wenn Sie anstelle einer Kochplatte einen Wasserkocher verwenden, können Sie zudem 23 kg CO2 pro Jahr einsparen.

Anmerkung: Darüber hinaus sparen Sie auch einige Zeit!


Richtiges Lüften

Bei Kälte das Fenster nicht dauerhaft gekippt lassen. Stattdessen drei- bis viermal am Tag kräftig durchlüften. Gekippte Fenster sind keine Temperaturregler! Dauerkippen bedeutet einen hohen Energieverlust - stattdessen Heizungstemperatur richtig einstellen.

Jährliche Einsparung: 300 kg CO2

Wenn Sie ihre Fenster isolieren, dann können Sie zudem bis zu 630 kg CO2 einsparen.


Beleuchtung

Wenn Sie Lampen und Leuchten der Energieeffizienzklassen A, A+ und A++ einsetzen, können Sie die den Strombedarf für die Beleuchtung um bis zu 85 Prozent senken. 

Besonders von Vorteil sind LED-Lampen. Sie haben eine sehr lange Lebensdauer und sind im Gegensatz zu Energiesparlampen quecksilberfrei. 


Jährliche Einsparung pro Lampe 14 W bzw. 8 W: 180 kg bis 290 kg CO2

Anmerkung: Nicht zum Kauf von vermeintlich günstigeren Halogenlampen verleiten lassen. Über die Laufzeit einer LED-Lampe im Vergleich zur Nutzung von Halogenlampen zahlen die Verbraucher 100 bis 400 Euro mehr.


Papierverbrauch reduzieren

Immer genau abwägen, ob wirklich alles ausgedruckt werden muss.

Wenn, dann doppelseitig drucken und Recyclingpapier benutzen.

Das Vermeiden von 100 Blatt Papier bringt eine Einsparung von 480 g CO2 

Anmerkung: Die Produktion einer Tonne Kopier-Papier aus Frischfasern benötigt für die Herstellung genau so viel Energie wie die Herstellung einer Tonne Stahl. Der Papierverbrauch in Deutschland liegt bei 700 g pro Kopf am Tag, was ca. 140 DIN-A4-Blättern entspricht.


Fernsehgerät ausschalten

Schalten Sie ihr Fernsehgerät immer vollständig aus.

Jährliche Einsparung: 70 kg CO2 

Anmerkung: LED-Fernseher sind besonders energiesparend.


PC ausschalten

Vermeiden Sie den Standby-Betrieb Ihres PC bzw. Laptops. Schalten Sie den PC und das Zubehör aus, wenn Sie fertig sind.

Jährliche Einsparung: 34 kg CO2

Achten Sie auf den Kauf eines energiesparenden PC, dann können Sie zudem noch 50 kg CO2 pro Jahr vermeiden.


Dauerduschen vermeiden

Die Warmwasserbereitung verbraucht beim Heizen die meiste Energie (es sei denn es wird durch eine Solaranlage erzeugt).

Lieber etwas kürzer duschen und Spar-Duschköpfe verwenden.

Ersparnis bei einem Jahr täglichem Duschen von 5 Minuten statt 10 Minuten (bei elektrischer Erwärmung): 230 kg CO2


Kühlschrank richtig einsetzen

Achten Sie auf den richtigen Abstand zwischen Kühlschrank und Herd. 
Jährliche Ersparnis: 87 kg CO2

Tauen Sie das Gefrierfach regelmäßig ab oder benutzen Sie einen Kühlschrank ohne Gefrierfach.
Jährliche Ersparnis: 87 kg CO2

Beim Neukauf auf einen energieeffizienten Kühlschrank achten.
Jährliche Ersparnis: 154 kg CO2

Kühlschranktüre immer nur kurz öffnen. Optimale Kühltemperatur einstellen (7°C ist ausreichend). Speisen immer erst auf Zimmertemperatur abkühlen lassen bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden. 


Lebensmittel verpacken

Brotzeit und Pausenbrot in Pergament oder wiederverwendbaren Boxen einpacken. Plastikbeutel und insbesondere sehr energieaufwendig hergestellte Alufolien können so vermieden werden.

Ein Jahr Brotbox oder Pergament statt Alufolie spart 2 kg CO2


Gemüse selber anbauen

Gartenbesitzer*innen haben Glück und können Gemüse selbst anbauen.

Wer nicht viel Platz hat - sehr interessant ist das vertikale Gärtnern.

Beispiel: Ein Kilo Tomaten aus dem Garten oder vom Bio-Gärtner aus der Nähe, anstatt Freilandtomaten aus Spanien erspart 560 g CO2.


Klimaanlage dosieren

Eine laufende Klimaanlage erhöht den Spritverbrauch. Deaktivieren Sie die Klimaanlage im Auto wenn sie nicht gebraucht wird.

Jährliche CO2-Einsparung: 292 kg CO2


Effiziente Heizungspumpe verwenden

Ineffiziente Heizungspumpen können 20% des Energieverbrauchs eines Hauses ausmachen. Der Austausch einer alten Heizungpumpe lohnt sich auf jeden Fall.

Jährliche Ersparnis in einem Einfamilienhaus: 294 kg CO2


Wärmeverluste vermeiden

Durch ungedämmte Heizung- und Warmwasserrohre verpufft ein Teil der Energie. Isoliermaterial aus dem Baumarkt ist leicht anzubringen und macht wenig Aufwand.

Ersparnis bis zu 197 kg CO2 pro Jahr


Café to go - Mehrweg

Statt Einwegbecher wiederverwendbaren Isolierbecher verwenden.

Ersparnis für ein Jahr ohne Einweg-Kaffebecher: 40 kg CO2


Ökostrom beziehen

Der Wechsel zu einem Ökostromanbieter geht ganz einfach: Zählernummer notieren -Onlinevertrag ausfüllen - fertig.

Achten Sie dabei darauf einen Vertrag mit einem "echten" Anbieter abzuschließen. Dabei muss der Strom zeitgleich aus regenerativen Energiequellen bereitgestellt werden und der Ökostromanbieter muss in den Bau neuer Erzeugungsanlagen investieren.

«Genauere Informationen erhalten Sie hier»

Jährliche Einsparung bei einem 4-Personen-Haushalt: 2400 kg CO2


Sonnenkollektor installieren

Installieren Sie thermische Sonnenkollektoren um Ihr Brauchwasser zu erwärmen und ihr Haus zu heizen.

Jährliche Einsparung: 994 kg CO2

Kochen mit Topfdeckel

Verwenden Sie beim Kochen immer einen Topfdeckel.

Jährliche Einsparung: 118 kg CO2


Biolebensmittel

Schonende Tierhaltung, sauberes Grundwasser, Verzicht auf Pestizide und Gentechnik. Neben diesen Vorteilen bietet der Öko-Landbau eine klimafreundliche Art der Landbewirtschaftung. Die Produktion von chemisch-synthetischen Pestiziden und mineralischen Düngemitteln ist sehr energieaufwändig, ihr Einsatz setzt Lachgas frei.

Der Ökoanbau hat eine günstige Energiebilanz und schafft durch erfolgreiche Humusanreicherung eine CO2-Senke.

Beispiel: Allein bei dem Konsum von 2 Litern Milch pro Woche kann durch Milch aus biologischer statt aus konventioneller Herstellung 6kg CO2 pro Jahr eingespart werden.

*Quelle


Leerlaufverluste vermeiden

Bei vorhandenen Geräten eine schaltbare Steckdosenleiste zwischenschalten. 

Schon ein Standby-Verbrauch von nur 5 Watt summiert sich im Jahr und verursacht  27 kg CO2


Öffentlicher Nahverkehr

Fahren Sie mit dem öffentlichen Nahverkehr zur Arbeit statt mit dem Auto.

Ersparnis (bei 10 km einfacher Fahrt): 242 kg CO2 pro Jahr

Wenn Sie ganzjährig auf das Auto verzichten und mit der Bahn fahren, dann können Sie 2.600 kg CO2 einsparen.


Fahrrad fahren und zu Fuß gehen

Vermeiden Sie Autofahrten bei Kurzstrecken.  

Wenn Sie mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren, dann können Sie bei 5 km einfacher Fahrt 400 kg CO2 pro Jahr einsparen. 

Anmerkung: Deutschlandweit werden derzeit etwa 10 % aller Wege mit dem Fahrrad und etwa 24 % zu Fuß zurückgelegt, vor allem bei kurzen Weglängen. Von den Pkw-Fahrten in Städten ist etwa die Hälfte kürzer als 5 km. Ein großer Teil dieser Pkw-Fahrten kann auf den Fuß- und Radverkehr verlagert und somit emissionsfrei zurückgelegt werden. 

Zudem ist "Alltagssport" leicht umzusetzen und gesund und es immer der allerbeste Parkplatz frei!


Sprit sparen beim Fahren

Mit einem veränderten Fahrstil kann man bis zu 25% an Sprit sparen: gleichmäßig fahren, unnötiges Beschleunigen und Bremsen vermeiden, richtiges Schalten.

Bei Geschwindigkeiten über 100 km/h steigt der Spritverbrauch erheblich an.

Beispiel: Bei 15.000 km sprintsparendem Fahren können 700 kg CO2 eingespart werden.

Mehr über sprintsparendes Fahren erfahren Sie hier.


Die richtige Rolle aussuchen

Entscheiden Sie sich für Hygienepapiere die zu 100% aus Recyclingmaterial hergestellt wurden.

So verringern Sie neben dem Energieverbrauch auch die Umweltbelastung durch den enorm hohen Wasserverbrauch bei der Herstellung von Papier aus Frischfasern.

Allein bei Toilettenpapier können Sie jährlich 3,6 kg CO2 einsparen.

Anmerkung: Jeder fünfte Baum, der auf dieser Welt gefällt wird, landet in der Papierherstellung. Schätzungsweise 20 Prozent davon stammen aus Urwäldern.


Energiesparendes Auto

Beim Kauf eines PKW auf ein umweltfreundliches Modell achten, das weniger Sprit braucht.
Zu beachten: Diesel produziert Stickoxide, die meist weit über dem Grenzwert liegen. Dazu wird noch noch giftigen Feinstaub und Quecksilber emittiert.

Siehe dazu das Auto-Umweltliste des VCD.

Am Besten Auto kaufen, das nahezu schadstofffrei ist (E-Auto getankt mit Ökostrom).

Ersparnis für ein Auto das fünf statt acht Liter/100 km verbraucht (bei 7.000 gefahrenen Kilometern pro Jahr): 240 kg CO2


Regionale und saisonale Lebensmittel kaufen

Der Kauf nach Saison lohnt sich dreifach: Geschmack, Gesundheit, Klima.

Denn im Treibhaus gezogenes Gemüse und Obst braucht viel Energie zur Aufzucht und der Import aus fernen Ländern kostet viel Energie.

Beispiel: Eine Schale Erdbeeren aus Deutschland statt aus Südafrika spart: 6 kg CO2.