06.04.2018

Digitale Bildung ermöglichen – gute IT-Betreuung an unseren Schulen

Lernen und Lehren erfordert heute auch eine angemessene und sicher funktionierende IT-Ausstattung an den Schulen. Die aktuelle technische Entwicklung erfordert dringend eine Professionalisierung.
Foto CC0 ©: Wokandapix, pixabay.com

Smartboards, Beamer, Tablets, Computer und Dokumentenkameras haben in den vergangenen Jahren Einzug in die Klassenzimmer gehalten. Doch in dem Tempo, in dem sich die Technik an den Schulen weiterentwickelt, hat die IT-Unterstützung nicht Schritt gehalten.

IT in professionelle Hände

Den Lehrkräften fehlt sowohl die nötige Zeit als auch das erforderliche Know-how. Selbst an den fortschrittlichsten Schulen kann es passieren, dass teure Geräte nach ihrer Anschaffung ungenutzt herumstehen, die Garantiefrist abläuft und sich die Schule bei der Wartung alleine gelassen fühlt. Für einen zukunftsgewandten Unterricht, den Smartboards und Co. eigentlich ermöglichen sollen, muss die IT in professionelle Hände. So wie es eine Hausmeisterin bzw. einen Hausmeister an einer Schule gibt, soll es künftig auch „IT-Meisterinnen bzw. -Meister“ geben.

Die Antwort der Staatsregierung auf die dringende Unterstützung der Schulen bei der Systembetreuung ist aber sehr ernüchternd. Hier soll nur bei weiterführenden Schulen mit dem größten Bedarf jeweils eine Anrechnungsstunde vergeben werden. Das ist viel zu wenig! Und auch im kommenden Jahr wird es nur geringfügig aufgestockt.

Viel Geld für Technik – kein Geld für Bedienung

Im Paket „Bayern Digital“ werden die Schulen mit teurer und hochwertiger Technik ausgestattet. Für die Bedienung und Wartung fehlt aber das Geld. Hier werden die Schulen alleine gelassen.

IT-Mangerinnen bzw. -Manger

Sinnvoll wäre es an den Schulen externe Fachpersonal anzustellen, die sich die komplette Technik kümmern. Eine Lehrer*in kann das an einer Schule mit 70 Lehrkräften und über 1000 Schüler*innen nicht mehr nebenbei machen.

Für externe Fachkräfte stellt aber das Kultusministerium keinerlei Gelder zur Verfügung. Hier muss sich die Schule an den Sachaufwandsträger (bei weiterführenden Schulen der Landkreis Ansbach) wenden.

So werden wieder einmal die Schulen im Regen stehen gelassen, wie im FLZ Artikel vom 31.1.18 deutlich geschildert. Wir brauchen hier IT-Mangerinnen bzw. -Manger und nicht vereinzelte Stundenanrechnungen.

Es hilft uns nicht, wenn Anschaffungen ungenutzt herumstehen. Ein IT-Betreuer muss jederzeit an der Schule einsatzbereit sein und zeitnah Probleme beheben. Die Lehrkräfte sollen sich auf ihr Kerngeschäft –  den Unterricht –  fokussieren. Nur so wird „ein Schuh draus“.

Antrag IT-Managerinnen bzw. -Manager für Bayerns Schulen – Digitale Bildung ermöglichen

Anfrage Systembetreuung an Schulen

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19.03.2018: Keine strengeren Maßstäbe für freie Schulen

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