03.05.2017

Verkehrte Welt am Tag der Erneuerbaren Energien: Windräder werden abgeschaltet – dreckige Kohle- und Atomkraftwerke laufen munter weiter

©Foto:Wolf Kehrstephan
Bild vom Tag der Erneuerbaren Energien ©eigene Aufnahme
Bild vom Tag der Erneuerbaren Energien ©eigene Aufnahme

Presseerklärung: „So werden wir nie 100% Erneuerbare erreichen, wenn wir Windräder abschalten müssen, weil Atom- und Braunkohlekraftwerke die Strompreise ins Negative drücken“, ärgert sich Martin Stümpfig.

Am Sonntag war bundesweiter Tag der erneuerbaren Energien und tausende Bürger informierten sich über die Möglichkeiten der Erneuerbaren. Die Begeisterung war groß. Und die Anlagen zeigten sich bei vollem Sonnenschein und gutem Wind von ihrer besten Seite und produzierten kräftig.

Allerdings nur bis zur Mittagszeit – dann wurden die Windräder großflächig abgeschaltet. Der Grund: Es war zu viel Strom im Netz – und die trägen Atom- und Kohlekraftwerke produzierten sinnlos weiter, weil sie nicht kurzfristig herunter gefahren werden können. „So liefen die Dreckschleudern munter weiter und den sauberen Windrädern wurde Stillstand verordnet – und das ausgerechnet am Tag der erneuerbaren Energien. Das zeigt überdeutlich, dass wir die Dinosaurier der Stromerzeugung endlich abschalten müssen. Wir brauchen flexible Kraftwerke, die bei Flauten von Sonne und Wind einspringen – und nur dann. Und wir brauchen ein neues Marktsystem, denn das derzeitige ist für die Erneuerbaren Energien einfach nicht geeignet“, so Martin Stümpfig.



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