01.11.2021

Impfung von Geflüchteten

Die Impfquoten in den GU in Bayern sind immer noch zu niedrig, trotz aller unserer bisherigen Versuche, als grüne Landtagsfraktion hieran etwas zu ändern.
©Foto: WiR_Pixs

In Ansbach erfuhr die dortige grüne Stadtratsfraktion, dass die Caritas in ihrer Funktion als Asyl-Sozialberatung zunächst sowohl die Bewohner*innen als auch die vor Ort tätigen Mitarbeiter*innen über die Möglichkeiten der Impfung informierte, auch Broschüren des RKI wurden zur Verfügung gestellt. Leider musste festgestellt werden, dass einige Geflüchtete aus ethischen oder sonstigen Gründen immer noch Vorbehalte gegen Impfungen haben.

Die Caritas in Ansbach berichtete, dass sie unter Nutzung der vielfältigen Kontakte, die sie mittlerweile in der Unterkunft habe, auf persönliche Ansprache setze, um die Bewohner*innen von der Wichtigkeit der Impfung zu überzeugen. Ein persönliches Anschreiben an 200 Personen im März erzielte wenig Resonanz, da sich hierauf nur 12 Impfwillige gemeldet hatten.

Sie versuche weiter, die gut deutschsprechenden Flüchtlinge als Multiplikatoren zu gewinnen. Einige Personen habe die Caritas selbst im Impfzentrum angemeldet, des weiteren sei ein kleiner Impfbrief verfasst und verteilt worden, in dem alle Informationen zusammengefasst seien.

Viel zu viel Zeit wurde versäumt, niederschwellige Angebote für die Bewohner*innen von GU zu schaffen. 

Die Anmeldung zur Impfung ist bisher immer noch nur in deutscher Sprache möglich. Die Aufrufe zu Impfaktionen ohne Anmeldung in der Tagespresse werden von unserer Zielgruppe nicht wahrgenommen. Wir brauchen noch mehr niederschwellige Angebote, vor Supermärkten, in den Innenstädten und auf den Dorfplätzen – oder eben in den Unterkünften!

In Ansbach wurde der Einsatz mobiler Impfteams zunächst abgelehnt und weiterhin auf die Überzeugungsarbeit von persönlichen Kontakten und deren Ansprache gesetzt, mit mäßigem Erfolg. Inzwischen hat aber doch ein Umdenken stattgefunden und die Stadt Ansbach hat angekündigt, im November Impfaktionen vor Ort in den Unterkünften in der Drais-, Endres- und Naglerstraße durchzuführen - besser spät als nie!

Hinsichtlich der Sprachprobleme bei der Aufklärung zur Impfung weise ich nochmals ausdrücklich auf die Homepage des Robert-Koch-Instituts hin - Aufklärungsbögen zur Impfung in mehr als 20 Sprachen finden Sie hier: 

Über Rückmeldungen, wie es bei Ihnen und euch inzwischen vor Ort mit den Impfungen aussieht, freuen wir uns. 

In Verbindung stehende Arikel:

01.04.2021: Impfung von Geflüchteten
24.03.2021: Mobile Impfzentren für Gemeinschaftsunterkünfte

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