Fakten gegen Fake

Auf dieser Seite veröffentliche ich in regelmäßigen Abständen Fakten, die falsche Aussagen zum Thema Energie und Klima richtigstellen.

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Korrelation falsch interpretiert: Windenergie nicht verantwortlich für Insektensterben

In den vergangenen Wochen wurde in den Medien des Öfteren die Aussage diskutiert, dass der Ausbau von Windkraftanlagen, mit dem Rückgang von Insekten zusammenhängen soll[1]. Diese Aussage wurde insbesondere von verschiedenen bayerischen (Afd-) Politikern, sowie etlichen Landwirtschaftsvertretern[2]geteilt. Dabei wurde meist auf eine Studie des „Deutschen Institutes für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) von Dr. Franz Trieb verwiesen. Auf Basis von fragwürdigen Hochrechnungen und theoretischen Annahmen kommt Trieb dabei zu dem Schluss, dass 1.200 Tonnen Insekten pro Jahr durch Windanlagen getötet werden. 

Die Ergebnisse dieser Studie sind falsch. So kritisiert sowohl der „Bundesverband der Windenergie“ als auch das „Bundesamt für Naturschutz“ (BfN) die methodische Vorgehensweise Dr. Franz Trieb. So heißt es in einem Faktenpapier des BfNs: „Die vom Autor zitierten Quellen zum Insektenrückgang, zum Ausbau der Windenergie, Fotos von kollidierten Insekten an Rotorblättern bzw. Stromertragsverlusten durch Rotorblattverschmutzung sind kein Beleg für einen kausalen Zusammenhang“[3]. Zu den Hauptursachen für den Insektenschwund sind laut BfN Flächen- und Lebensraumverluste, welche beispielsweise durch Intensivierung der Landwirtschaft und einen erhöhten Einsatz von Pestiziden entstehen. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Metastudie von Sánchez-Bayo und Wyckhuys, 2019, welche 73 internationale Studien bezüglich des Rückgangs von Insekten untersucht[4].

Fake: Windenergieanlagen sind für Insektenschwund verantwortlich

Fakt: Schuld am Insektensterben sind Lebensraumentzug, Intensivierung der Landwirtschaft und zunehmend der Klimawandel

► hier auch als pfd


Schadstoff-Grenzwerte bei Dieselfahrzeugen

Der Arzt Dieter Köhler sorgte im Januar 2019 für große mediale Aufregung. Er veröffentlichte ein Schreiben, in dem er die in europäischen Innenstädten geltenden Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub als falsch und viel zu hoch kritisierte. 107 Lungenärzte hatten das Schreiben unterzeichnet.

Wie sich herausstellte, Köhler sind gleich mehrere eklatante Rechenfehler unterlaufen. So gravierend, dass er teilweise das Gegenteil dessen beweist, was er aussagen wollte.

Fake: Grenzwerte für Stickoxide und Feinstaub bei Dieselfahrzeugen sind falsch und viel zu hoch 

Fakt: Die geltenden Grenzwertempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO beruhen auf den gesamten weltweit verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die Gesundheit.

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Lohnt sich die Windenergie auf dem Land?

In den letzten Jahren wurden für durchschnittliche Windstandorte spezielle Schwachwindanlagen entwickelt. Diese haben eine Ausbeute von 10 Millionen Kilowattstunden pro Anlage und Jahr bei durchschnittlichem Wind. Durch eine hohe Nabenhöhe steigt die Effizienz von Windkraftanlagen, da der Wind in der Höhe stärker und auch konsistenter weht. So kann auch im Binnenland die Windenergie gut genutzt werden. Tatsächlich hat Brandenburg schon 2011 mehr Strom aus Wind erzeugt als Schleswig-Holstein. Das größte ungenutzte Potenzial für Wind liegt aber bei uns in Bayern. 

Fake: Windkraft lohnt sich nur an der Küste.

Fakt: Moderne Windenergieanlagen erreichen auch im Binnenland eine sehr hohe Auslastung.

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