Bürgerenergiebeteiligung

Bürgerenergiegesetzes - Beteiligung bayerischer Bürger an der Energiewende

Die Energiewende ist nicht nur ein technisches oder wirtschaftliches Projekt – sie ist ein gesellschaftliches. Gerade in ländlichen Regionen, wo Windräder, Solarparks und Leitungen gebaut werden, brauchen wir Transparenz, Mitsprache und echte Teilhabe. Nur wenn die Menschen vor Ort mitgestalten und profitieren, entsteht die nötige Akzeptanz für eine klimafreundliche Zukunft und  können eine faire und effiziente Energiewende umsetzen.

Bürgerenergiebeteiligungsgesetz

Aus diesem Grund arbeiten wir schon im Landtag seit langem an einem Bürgerenergiebeteiligungsgesetz [Verlinkung Artikel] für Bayern. Ein erster Entwurf wurde bereits vorgelegt. Das ist ein konkreter Vorschlag, wie die Beteiligung von Bürger*innen gelingen kann: Mit flexiblen Beteiligungsmodellen, klaren Regeln und wenig Bürokratie wollen wir dafür sorgen, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt – und die Energiewende gerecht und effizient umgesetzt wird. Denn nur gemeinsam wird sie zum Erfolg.

Ein Turbo sieht anders aus

Zu den „ehrgeizigen“ Klimaschutzzielen der Staatsregierung wollte ich wissen, welche weiteren Maßnahmen geplant sind und wie die Umsetzung vorankommt. Antwort: konkrete Maßnahmen unbekannt.

©Bild: Grüne Fraktion Bayern

Im November 2021 hat die CSU/FW Staatsregierung die Änderung des bayerischen Klimagesetzes bekannt gegeben. Schon damals war klar, dass die Staatsregierung von der notwendigen Trendwende beim Klimaschutz meilenweit entfernt bleibt und das vorgelegte Gesetz ein Minimalismus-Klimagesetz ist.

Es wurden zwar die Ziele von 65 % Reduktion bis 2030 und Klimaneutralität bis 2040 festgelegt, im Klimagesetzes wurde diese Zielsetzung aber nur minimal mit Maßnahmen hinterlegt. Rund 50 neue Maßnahmen sollen laut Staatskanzlei die bisherige Klimaschutzpolitik des Freistaats ergänzen, weitere 125 Maßnahmen seien geplant, so hieß es.

Meine schriftliche Nachfrage zeigt: Eine detaillierte Darstellung der konkreten Maßnahmen im Klimaschutzgesetz fehlt bis heute. Ganz offensichtlich hat die Söder-Regierung noch immer keinen Plan, wie sie welche Klimaschutzmaßnahmen umsetzen wird. Auch bei der Frage nach den Solaranlagen auf staatlichen Dächern gibt es keine Antwort auf die Frage, bis wann die Vervierfachung abgeschlossen sein wird. Nicht besser sieht es bei der Geothermie aus. 

Auch zwei Jahre nach Ankündigung des Masterplans gibt es also nichts Konkretes. Im Gegenteil: Gut laufende Förderprogramme wurden eingestampft und neue greifen erst ab 2023.  „Ein Turbo sieht anders aus.“

Grüne zeigen, wie es geht

Schon im Sommer 2021 haben wir Grüne vorgelegt und das derzeit fortschrittlichste Klimaschutzgesetz eingereicht und somit eine Grüne Messlatte für wirksamen Klimaschutz gesetzt. 

Engagiertes Handeln ist gefragt. Aber CSU-Ministerpräsident Söder denkt in Überschriften, nicht in Maßnahmen.
 

meine Anfrage „Konkretisierung der Maßnahmen zur Energiewende“

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