09.10.2015

Stundentakt für Dombühl und Schnelldorf nach Vorbild Baden Württemberg

PRESSEMITTEILUNG 

FEUCHTWANGEN. Die aktuelle Diskussion um den Bahnhalt in Schnelldorf haben den lokalen Landtagsabgeordneten Martin Stümpfig bewogen im bayerischen Landtag eine kleine Anfrage zu stellen. Gegenstand der Anfrage war die Ausschreibung der beiden Bundesländer Bayern und Baden Württemberg, Ausschreibung 3A, für den Regionalexpress zwischen Stuttgart, Crailsheim, Ansbach  und Nürnberg, der derzeit auch alle zwei Stunden am Bahnhof in Schnelldorf hält. Hier sind kürzlich Verzögerungen bei der Ausschreibung bekannt geworden. Den Feuchtwanger Abgeordneten interessiert dabei besonders die Auswirkung auf den Regionalexpress, das Rückgrat des Nahverkehrsangebot in unserer Region.

In der Antwort des für Verkehr zuständigen bayerischen Innenministers Herrmann findet sich  leider keine belastbare Aussage zu den Auswirkungen der angekündigten Fernverkehrsoffensive der DB Fernverkehrs AG für unsere Region. Bisher gibt es zwischen Stuttgart und Nürnberg, ein Fernverkehrsangebot mit der Zuggattung IC, der auch in Ansbach und Crailsheim hält. Es wurde von verschiedenen Seiten die Vermutung geäußert, dass der IC, der derzeit alle zwei Stunden in Crailsheim und Ansbach hält, ab 2018 jede Stunde verkehren soll und zudem dann auch in Dombühl halten soll. "Es ist nicht akzeptabel das Innenminister Herrmann bei diesen wichtigen Entscheidungen keine klaren Aussagen trifft " so Stümpfig.

Neben der Antwort des bayerischen Ministerium liegen dem Feuchtwanger Landtagabgeordneten auch noch eine Stellungnahme des Verkehrsminister aus Baden Württemberg vor. Das Schreiben bestätigt dass die geplante Ausschreibung des Regionalexpress Stuttgart-Nürnberg derzeit "wegen der nicht bekannten Haltepolitik" der DB Fernverkehrs AG ausgesetzt ist."

Während die Grün-Rote Landesregierung in Baden Württemberg beschlossen hat, künftig landesweit alle Bahnstationen mindestens einmal in der Stunde zu bedienen,  also einen echten Stundentakt konsequent einzuführen, ist das bayerische Innenministerium sehr zurückhaltend mit der Bestellung. "Ein attraktives Bahnangebot, ist für mich nur gegeben, wenn in jede Richtung mindestens jede Stunde ein Zug fährt! Dies müsse auch für unseren ländlichen Raum gelten, also auch für Schnelldorf!" so der Abgeordnete.

 Am Beispiel Schnelldorf wird mehr als deutlich. "Es fehlt innerhalb der CSU Staatsregierung schlichtweg der Wille, das Bahnangebot in Schnelldorf stündlich zu bestellen, das Geld ist da! Der Regionalexpress ist ein Nah-Verkehrsangebot das von den Ländern finanziert wird. Dafür wird Bayern vom BUND jedes Jahr rund 1 Mrd. € zur Verfügung gestellt - nur die Staatsregierung gibt das Geld jedoch nicht vollumfänglich aus. Statt den ländlichen Raum zu stärken, spart die CSU geführte bayerische Staatsregierung wohl für die zweite U-Bahnröhre in München", so Stümpfig.

Martin Stümpfig unterstützt die Forderungen der Gemeinde Schnelldorf nach einem grenzüberschreitenden Stundentakt zwischen Ansbach und Crailsheim. Die Bevölkerung hat in einer kürzlich stattgefunden Veranstaltung der Gemeinde Schnelldorf die Forderung nach dem Stundentakt in beide Richtungen kräftig unterstützt. "Hier sind wir jetzt alle gefordert!"

Meine kleine Anfrage, Anfrage zum Plenum hier ..


23.06.2016: Hoffnung auf zuverlässige Zuganbindung für Schnelldorf, Dombühl und die Region

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