23.06.2016

Hoffnung auf zuverlässige Zuganbindung für Schnelldorf, Dombühl und die Region

Bahnhof Dombühl im Jahr 2014 (Eigenes Bild)
RE-Stuttgart-Nürnberg, mit altem Zugmaterial (Eigenes Bild)
In welche Richtung geht es mit dem Zugangebot in unserer Region (Eigenes Bild)

Pressemitteilung Feuchtwangen: Es wird keine Verschlechterung am aktuellen Schienen-Verkehrsangebot von und nach Schnelldorf geben. Das teilt das Staatsministerium für Verkehr aus Baden-Württemberg mit.

In der Ministermitteilung von Winfried Herrmann (GRÜNE) heißt es: "Auf der Murrbahn zwischen Stuttgart und Nürnberg bleibt es beim ursprünglich geplanten Konzept für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Konstruktive Gespräche mit der Deutschen Bahn und den betroffenen baden-württembergischen Anliegerkommunen- und kreisen ergaben, dass die Vorteile für ein reines Nahverkehrsangebot gegenüber einer Integration in das DB-Fernverkehrsangebot überwiegen."

Schnellverbindungen jetzt dauerhaft gesichert

"Damit ist der ungute Schwebezustand beendet und die Vernunft hat sich durchgesetzt", so Martin Stümpfig. "Die Zurückhaltung der bayerischen Staatsregierung kann und konnte ich hier nicht nachvollziehen. Man wurde das Gefühl nicht los, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger an der Landesgrenze nicht im Focus standen."

Durch die Weiterführung des reinen Nahverkehrsangebotes wird die RE-Schnellverbindung für Schnelldorf, Dombühl, Wicklersgreuth, Heilsbronn und Roßtal dauerhaft gesichert.

"Jetzt sind die Rahmenbedingungen fix und es kann an weiteren Verbesserungen gearbeitet werden. Ich setze mich weiterhin für ein Schnellzugangebot im Stundentakt für die genannten Bahnhalte ein. Das ist für unsere Region enorm wichtig", so Stümpfig.

Weiter aktuell bekannt ist, dass die DB Fernverkehrs AG im Schienenkorridor Karlsruhe - Stuttgart - Aalen - Nürnberg auch das IC-Angebot in der jetzigen Form weiterführen und ab 2017 mit neuen Fahrzeugen bestücken wird.

Zum Hintergrund:

In einer schriftlichen Anfrage im Oktober 2015 hatte Martin Stümpfig beim bayerischen Staatsministerium nachgefragt, bis wann mit dem Ergebnis des Ausschreibungsverfahrens 3a der Regionalexpress-Linie Stuttgart - Nürnberg zu rechnen sei und welche Auswirkungen die Fernverkehrsoffensive der DB Fernverkehrs AG auf die Ausschreibung habe. Die Antwort fiel damals sehr dürftig und wenig ambitioniert aus. Seither wurde auch der Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des bayerischen Landtags, in dem Stümpfig stellvertretender Vorsitzender ist, nicht weiter informiert.

In der nun veröffentlichen Ausschreibung des Staatsministeriums für Verkehr in Baden-Württemberg ist auch die Beschaffung von Neufahrzeugen enthalten. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2019 vorgesehen, die Laufzeit beträgt 10 Jahre. Die Zugleistungen in Bayern sind mit 545 000 Zugkilometern pro Jahr angegeben. Wie ursprünglich geplant, wird das Ausschreibungsverfahren im Netz 3a als klassische Nahverkehrsausschreibung weitergeführt und getrennt umgesetzt.

Auf Württemberger Seite wird die Murr-Regionalbahn von Dezember 2017 von einem verbesserten Nahverkehrsangebot mit kürzeren Takten profitieren. Neue, moderne, barrierefreie und klimatisierte Fahrzeuge mit WLAN fahren dann ab Ende 2019 über die Landesgrenze bis nach Nürnberg. Auch in den "Tagesrandlagen" wird es ein verbessertes Angebot mit Neufahrzeugen und zusätzlichen Zügen geben. 

Links:

Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg: "Gespräche zum Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg abgeschlossen" 

öffentliche Schienenbeförderung 2016/S 070-122713 Auftragsbekanntmachung


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18.03.2018: Reaktivierung der Schiene zwischen Dombühl und Nördlingen – Geldmittel vorhanden
03.02.2018: Chancen nutzen – Bahnanschluss für Feuchtwangen
09.10.2015: Stundentakt für Dombühl und Schnelldorf nach Vorbild Baden Württemberg
19.05.2015: Klares Bekenntnis für die Stärkung des grenzüberschreitenden Zugverkehr nach Crailsheim nötig

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