12.05.2015

Für die Reinhaltung unseres Trink- und Grundwassers brauchen wir ein klares Verbot von Fracking

Pressemitteilung - Rothenburg o.d.T. Das Thema Fracking in Deutschland beunruhigt nicht nur die Verbraucherinnen und Verbraucher sondern auch die vielen Brauereien in Bayern.
gemeinsam mit Gerhard Ilgenfritz bei der Veranstaltung STOP- FRACKING in Rothenburg o.d.T

Das Thema Fracking in Deutschland beunruhigt nicht nur die Verbraucherinnen und Verbraucher sondern auch die vielen Brauereien in Bayern. Martin Stümpfig, Landtagsabgeordneter aus Feuchtwangen und der grüne Ortsverband Rothenburg luden hierzu am vergangenen Montagabend zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Fracking und Trinkwasserschutz ein. "Beim Fracking wird mittels eines Chemikalien-Cocktails unkonventionelle Erdgaslagerstätten erschlossen - das  gefährdet unser Trinkwasser und damit unsere Gesundheit! Beim Thema Fracking geht es vordergründig nicht einmal um die Sicherstellung unserer Energieversorgung. Dafür sind die Mengen, die erschlossen werden können, viel zu marginal. " so der Abgeordnete in seiner Einleitung. Für die bayerischen Privatbrauereien machte Gerhard Ilgenfritz, Präsident der Privaten Brauereien Bayern und Geschäftsführer der Landwehr-Bräu in Reichelshofen deutlich, "der Schutz aller Wassereinzugsgebiete muss oberste Priorität haben.  Für uns als private Brauereien und unser Produkt "Bier" ist sauberes und gesundes Trinkwasser sehr wichtig!"

Im Laufe des Abends wurden viele mögliche Gefahren für die Reinhaltung unseres Trinkwassers angesprochen. Martin Stümpfig betonte hierbei: "Wir fordern ein klares Verbot von Fracking im Bundesberggesetz. Nur so kann sichergestellt werden, dass es keine Hintertürchen gibt, wie z.B. Probebohrungen und Fracks zu Forschungszwecken. Chemikalien gehören nicht in den Boden! Das Lagerstättenwasser, das an die Oberfläche gefördert  wird, enthält Schwermetalle und teilweise radioaktive Stoffe. Eine Entsorgung dieses sog Flowbacks ist völlig ungeklärt, wie auch das Umweltbundesamt bestätigt. Die bayerische Staatsregierung reagiert hier viel zu untätig. Wir brauchen ein klares Verbot!

Auch der Verband der Privaten Brauereien hält eine Verschärfung der rechtlichen Rahmenbedingungen für das Fracking für unabdingbar. Hierzu gehören die Verpflichtung vorab Umweltverträglichkeitsprüfungen auch bereits für Probebohrungen durchzuführen sowie der Schutz aller Einzugsgebiete von Trinkwasserversorgungsanlagen. Die Expertenkommission ist weitgehend aus Fracking- Befürwortern zusammengesetzt. Wie soll hier eine vernünftige Kontrolle erfolgen, fragt sich Herr Ilgenfritz. Für das Brauwasser nimmt seine Brauerei Leitungswasser. Unser regionales Leitungswasser kommt zu einem grösseren Teil aus dem Donaugebiet, bis hinunter an den Bodensee. Hier wird deutlich, dass auch unsere Region über das weite Einzugsgebiet von Fracking betroffen sein kann. 

 

Zur Einleitung in die Veranstaltung zeigte der Abgeordnete den Kurzfilm "Gefährliche Gier", der deutlich die Gefahren des Frackings und die bereits stattfindenden Bohrungen in Deutschland aufzeigte. 



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