09.11.2017

Riedberger Horn: Umweltschutz nicht den Geschäftsinteressen Einzelner opfern!

Negative Signalwirkung der Aufweichung des Alpenschutzplans.
Riedberger Horn: ©Foto: Knarfzlafp; pixabay.com

Die Änderung der Bestimmungen im Landesentwicklungsprogramm (LEP) löst nun das jahrzehntealte Schutzgebiet am Riedberger Horn auf.

Der Alpenplan ist international einzigartig und schützt unsere unverwechselbare Berglandschaft vor den rein wirtschaftlichen Interessen einzelner Investoren. Und das schon seit über 40 Jahren. Gewachsene Schutzräume für unsere Vögel, Wildtiere und Pflanzen lassen sich nicht einfach auf der Landkarte umsetzen. Umweltschutz darf nicht in diesem Einzelfall den Geschäftsinteressen einiger Weniger geopfert werden – sonst stehen potenzielle Nachahmer bald Schlange. Das Riedberger Horn ist ein Juwel des Allgäus. Ein Umweltfrefel, hier einen Skilift und Beschneiungsanlagen hinzubauen!

Wir Grüne wollen den Alpenplan fit für die Zukunft machen. Mit einem sanften Tourismus, wie er beispielsweise erfolgreich in den nachhaltigen Bergsteigerdörfern in Berchtesgaden und im Chiemgau umgesetzt wird.

Die Landtags-Grünen haben geschlossen gegen diese und weitere naturzerstörende LEP-Änderungen gestimmt und beantragten namentliche Abstimmung. Denn die Bürgerinnen und Bürger in Bayern sollen wissen, wer für die Naturzerstörungen verantwortlich ist.

Die CSU betreibt Umweltfrevel und öffnet die Schleusen für Nachahmer.

Meine Rede im Landtag in der Debatte über die Änderung der Verordnung des Landesentwicklungsprogramms (LEP) in Bayern

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