21.12.2017

Besuch des Bürgerwindparks Offenhausen

© eigene Aufnahme. Mit auf dem Bild: Horst Topp (Kreisrat & Stadtrat Altdorf) Eric Wust (Betriebsführer), Eckard Paetzold (Kreisrat & Stadtrat Altdorf), Margit Kiesling (Kreisrätin & Stadträtin Altdorf), Dr. Ulrike Eyrich, (Kreisrätin & Stadträtin Hersbruck), Offenhausens Bürgermeister Georg Rauh.

Pressemitteilung

Offenhaus - Landkreis Nürnberger Land. 

„Wie organisiert man die dezentrale verbrauchsnahe Energieversorgung gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des Besuchs des Bürgerwindparks bei Offenhausen.

Auf Einladung des Bundesverbands Windenergie (BWE) und der Firma Wust- Wind & Sonne GmbH besuchte der grüne Landtagsabgeordnete Martin Stümpfig am vergangenen Dienstag den Bürgerwindpark Offenhausen im Landkreis Nürnberger-Land. Der Bürgerwindpark besteht aus vier Enercon-Windrädern vom Typ E-101 und wurde 2013 in Betrieb genommen. Der auf der Hochfläche am Nordwestrand der mittleren Frankenalb gelegene Windpark hat eine Leistung vom 12 MW und erzeugt im Jahr rund 23.000.000 kWh Strom. Der Windpark kann somit rund 6.600 Haushalte ein ganzes Jahr lang versorgen. An den Bürgerwindrädern mit einer Nabenhöhe von 135 Metern sind 188 Bürgerinnen und Bürger aus der Umgebung von Offenhausen finanziell beteiligt.

Stümpfig, der stellvertretenden Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des bayerischen Landtags ist, wurde von Mitgliedern der Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landkreis Nürnberger Land und zahlreichen Parteimitgliedern begleitet. Erich Wust, Betriebsführer und Gesellschafter des Bürgerprojekts, begrüßte die Delegation und ging auf die technischen Details ein. Wichtig war dem Betriebsführer, dass ein fairer Ausgleich unter den Grundstückseigentümern erfolgt.

Offenhausens Bürgermeister Georg Rauh berichtete über die Entstehungsgeschichte und zeigte sich rundum zufrieden mit dem Bürgerwindpark.

„Die Windkraft ist das Rückgrat der Energiewende. Um unseren Beitrag zum Erreichen der Pariser Klimaziele leisten zu können, muss die Windenergie in Bayern stärker ausgebaut werden. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger und der damit zusammenhängenden hohen Akzeptanz droht die Energiewende aber zu scheitern. Leider hat die Staatsregierung durch die sog. 10H-Regelung der Windkraft in Bayern den Stecker gezogen. In diesem Jahr wurden nur 4 Genehmigungsanträge gestellt – das ist lächerlich. So werden wir massiv Strom importieren müssen. Das kann keine Lösung sein. Bürgerwindparks sind das richtige Instrument, um die dezentrale verbrauchsnahe Energieversorgung sicherzustellen. Dafür wollen wir weiterkämpfen.“ so Martin Stümpfig.


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